Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

 

  Das Marienviertel

  Gestern und Heute 


Das Marienviertel lag im einst dichtbesiedelten historischen Stadtkern von Alt-Berlin,

dem heutigen Ortsteil Mitte.

 

Die Ausdehnung lag im Bereich der Klosterstraße, Karl- Liebknecht-Straße 8 (damals Kaiser- Wilhelm- Straße ) und der Spandauer Straße und damit im Umfeld der St. Marienkirche. Das Gebiet stellt heute einen Teil des östlichen Berliner Stadtzentrums dar, deren Mittelpunkt der Fernsehturm darstellt.

Geschichte

 


Die ersten Ansiedlungen im Bereich des Marienviertels erfolgten um das Jahr 1200, als aus slawischen Niederlassungen die Gründerstädte Cölln (1237) und Berlin (1244) entstanden.

Die Marienkirche im Mittelalter

 Das Errichtungsdatum der Marienkirche liegt vermutlich um 1230. Ihre erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1292 als Kirche am „Neuen Markt“. Am 3. Januar 1292 wurde die Kirche erstmals urkundlich als Pfarrkirche erwähnt.

1730 Marienkirche am Neuen Markt mit Barock-Turm

Erbaut wurden die Grundmauern der Marienkirche im 13. Jahrhundert aus Feldsteinen, über denen eine Hallenkirche aus roten Ziegeln im Stil der märkischen Backsteingotik errichtet wurde. Der Turm besteht aus Rüdersdorfer Muschelkalk. Nach Brandschäden wurde der Turmaufbau von 1663 bis 1666 durch Michael Mathias Smids barock erneuert und 1789/1790 durch Carl Gotthard Langhans im neogotischen Stil umgestaltet.

1780 St.Marienkirche am Neuen Markt links der Galgen vom Hofgericht

1860 Der Neue Markt mit Brunnen

Eines der bedeutendsten, erhaltenen mittelalterlichen Kunstwerke Berlins stellt das Totentanzfresko in der Turmhalle der Kirche dar.

 

 

Das 22,6 Meter lange und zwei Meter hohe Wandbild zeigt einen Reigen aus geistlichen und weltlichen Ständevertretern, die sich in einem Schreittanz mit jeweils einer Todesgestalt befinden. Die Darstellung geht auf Vorlagen aus vorher entstandenen Totentänzen in Lübeck und möglicherweise auch in Hamburg zurück. Über die Entstehung des Freskos gibt es keine schriftliche Überlieferung. Daher hat man versucht, dem Ursprung mit kriminalistischem Gespür auf den Grund zu gehen. Man kann den Totentanz durch verschiedene Rückschlüsse in etwa auf das Pestjahr 1484 datieren.


 Im späten Mittelalter bestand Berlin aus den vier Stadtvierteln Marienviertel, Heilig-Geist- Viertel, Nikolaiviertel und Klosterviertel.

1788 Der Neue Markt hinten die Kaiser-Wilhelm-Strasse (Heute Karl-Liebknecht Strasse)

Der Neue Markt war einer der beiden Altstadtplätze in Alt-Berlin. Hier befand sich das Hochgericht.

Das Berliner Hochgericht 1510, zeitgenössische Darstellung (aus: Der Berliner Osten)

 1324 wurde der Propst Nikolaus von Bernau von wütenden Berlinern gelyncht. Sie lehnten sich gegen den Papst um dessen Landesherrschaft auf und wurden dafür mit dem Kirchenbann bestraft. Der Papst verhängte für zwanzig Jahre den Kirchenbann über Berlin. In den Pfarrkirchen durfte nicht mehr gepredigt, gebeichtet oder getauft werden, nur noch in der Klosterkirche der Franziskaner fanden die Bürger geistlichen Beistand. Zum Zeichen ihrer Sühne mussten die Berliner ein Kreuz am Neuen Markt aufstellen, das ursprünglich aus Holz viel höher und damit weithin sichtbar war.

1888 Die Papen-Strasse mit dem Sühnekreuz links neben dem Eingang der Marienkirche

Das weiße Sühnekreuz neben dem Portal von St. Marien zeugt davon.

 

1884 Spandauer Strasse 29-26 Ecke Rathausstrasse heute   und 1887 Heilig-Geist-Kirche 

    

1871 Blankenfelde-Haus Spandauer Strasse  49  erb.1620 und 1880 Spandauer Strasse 59

An der Spandauer Straße Ecke Bischofsstraße lag das Kauf- oder Kramhaus, das als Lager für Kaufmannsgüter diente. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts verlor es seine frühere Bestimmung und wurde vom Rat als Stadtkeller unter dem Namen „Der Grüne Baum“ eingerichtet. Neben dem Kramhaus führte eine kleine Gasse zum Neuen Markt, in der die Feuerleitern und Löschgeräte untergebracht waren und die daher den Namen Leitergasse führte.  Stadtkeller und Leitergasse gingen 1677 in Privatbesitz über.

1688 Heilig-Geist Viertel mit Kirche 26 , Spandauer Tor 45 , Mönchturm unten links am Wasser

und Pulverturm rechts oben !!

1690 Spandauer Strasse 

Um 1700 die Spandauer Strasse mit Spandauer Tor und Pulverturm rechte Seite befindet sich das Heilig-Geist -Spital

In der Spandauer Strasse befindet sich die zum Heilig-Geist-Spital gehörige Heilig-Geist-Kapelle, sie wurde etwa um 1300 errichtet und ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude Berlins. Die 1313 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Ritters Burghard Grevelhout erwähnte Kapelle ist ein eingeschossiger roter Backsteinbau mit einem Feldsteinsockel. Drei hohe Fenster mit Maß- und Stabwerk lassen von den Seiten Licht in den Andachtsraum.

 

1900 Heilig-Geist Kapelle

 

 1476 erhielt die Kapelle einen Dachturm mit schlankem Spitzhelm, der 1816 entfernt wurde. Um 1600 ersetzte man die flache Decke durch ein Sterngewölbe und baute ringsum Emporen mit 32 Brüstungsfeldern ein. In diese Felder wurden im Laufe der Zeit Tafelbilder eingesetzt, die heute auf Berliner Dorfkirchen verteilt sind.

Die Kapelle besitzt heute noch den Dachstuhl von 1476.

Der bedeutendste Teil der spätmittelalterlichen Kapelle ist das 1520 entstandene dreijochige Sterngewölbe mit einer für die Mitte Berlins einzigartigen Ausmalung. Das Sterngewölbe wird von zwölf figürlichen Konsolsteinen aus Terrakotta getragen. Die Kapelle wird als denkmalspflegerischer Glücksfall und als ausgesprochenes Kleinod der Berliner Architektur- und Kunstgeschichte angesehen.

Von 1655 bis zum Bau der Garnisonkirche 1703 wurde die Kapelle von der Berliner Garnison genutzt. Später fanden hier bis 1905 katholische Gottesdienste statt. 1906 wurde sie als Hörsaal in den Neubau der Handelsschule der Berliner Kaufmannschaft einbezogen, welche später in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin aufging.

Die im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt gebliebene Kapelle wurde 1978/79 gründlich saniert, im Jahre 2005 wiederum. Sie erhielt hierbei ihre kirchliche Ausstattung zurück und dient nun als Festsaal der Humboldt-Universität für besondere Anlässe.


Der Neue Markt 


1800 Der Neue Markt ( Model )

1895 Lutherdenkmal am Neuen Markt

Die urkundliche Erwähnung des Neuen Marktes geht in das Jahr 1292 zurück, als die St. Marienkirche erstmals als „Kirche am Neuen Markt“ erwähnt wurde.

Das Zentrum Alt-Berlins war bis dahin der Alte Markt, der später als Molkenmarkt bekannt wurde. Dieser reichte jedoch in seiner Fläche nicht mehr aus und ein zweiter Marktplatz, der Neue Markt, wurde angelegt. Das Ende dieser beiden Handelsplätze kam 1886, als die Zentralmarkthalle am Alexanderplatz eröffnete.

1900 Berliner Zentralmarkthalle am Alex

1928 An der Zentralmarkthalle am Alex

Mit der Errichtung der Zentralmarkthalle am Alexanderplatz 1886 wurde der Neue Markt von einem geruchsintensiven Marktplatz in einen repräsentativen hauptstädtischen Schmuckplatz umgewandelt.


Zu dieser stadtgestalterischen Aufwertung musste die nördliche Häuserreihe des Neuen Marktes, die den Anblick der Marienkirche von Süden bis dahin verstellte, abgerissen werden. Um 1900 stand die Marienkirche frei zum Platz mit dem neu errichteten Lutherdenkmal davor. Grünanlagen gaben dem neu gestalteten Platz zusätzlich einen hohen Erholungswert inmitten der verdichteten Innenstadt.

 

Nach dem Tod des Bildhauers Paul Otto wurde 1893 dem Bildhauer Robert Toberentz die Vollendung des Lutherdenkmals mit der dreieinhalb Meter hohen Standfigur des Reformators auf dem Neuen Markt übertragen.

1905 Das Lutherdenkmal am Neuen Markt 

1909 Das Lutherdenkmal am Neuen Markt

Nach der Einschmelzung sämtlicher Begleitfiguren der Denkmalsanlage vor Kriegsende und der Zerstörung des Platzes im Zweiten Weltkrieg wurde die Luther-Figur in der Stephanus-Stiftung in Weißensee aufgestellt.Der Neue Markt existierte als Platz bis zur völligen Neugestaltung des Stadtzentrums in den 1960er Jahren.

1946 Reste des Lutherdenkmals am Neuen Markt 

Die Begleitfiguren am Sockel, Melanchthon, Bugenhagen, Spalatin und Cruziger, Reuchlin, Jonas, von Sickingen und von Hutten, sind nicht mehr vorhanden. Die Rückführung des Denkmals an die Nordseite der St. Marienkirche in die Nähe seines ursprünglichen Standortes auf dem Neuen Markt fand im Oktober 1989, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer statt.

Das Martin-Luther-Denkmal aus dem Jahr 1895 wurde am 27. Oktober 1989 vom Standort in der

Stephanusstiftung, Berlin-Weißensee, ins Stadtzentrum Ostberlins transportiert. 

2014 Standbild Martin Luther 

 

 Das Umfeld um die Marienkirche ist neu gestaltet worden, wir haben 2017 und sind kurz vor der 500 Jahr-Feier Martin Luthers und nicht einmal der Sockel in Granit ist mit umgezogen. Ihr Stadtväter ihr solltet euch schämen , es ist eine Schande !! Aber ein nicht fertiger Flugplatz BER verschluckt tausende von Euro jeden Tag !!

 

Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1648), als Berlin Garnisonsstadt wurde, begannen die Planungen, die Stadt als Festungsstadt auszubauen. Die Bauarbeiten begannen 1670/1671. Bis in das 19. Jahrhundert entwickelte sich die Innenstadt zu einer völlig überfüllten Festungsstadt. 1862 wurde mit dem Hobrecht-Plan beschlossen, die hygienischen und infrastrukturellen Verhältnisse in der Stadt zu verbessern.


Die Garnisionskirche


An der Neuen Friedrichstraße (später: Littenstraße, heute: Anna- Louisa-Karsch-Straße) stand die in den Jahren 1720–1722 durch den Baumeister Johann Philipp Gerlach errichtete Garnisonkirche, die in der Folgezeit mehrfach umgebaut wurde und gegen Kriegsende durch Bomben zerstört wurde.

1908 Die dritte Garnisionskirche nach Vorbild 1816-17

1910 Die Garnisionskirche in der Neuen Friedrichstrasse 

Am 24. September 1701 wurde am Spandauer Tor der Grundstein für die Garnisonkirche gelegt. Unter der Leitung des Architekten Martin Grüneberg konnte der Bau bereits 1702 beendet und die Kirche am 1. Januar 1703 geweiht werden. Eine Explosion des benachbarten Pulverturms zerstörte 1720 die Kirche. 

1720 Die zerstörte Garnisionskirche

Die gewaltige Explosion kostete 72 Menschen das Leben, darunter 35 Kindern aus der Garnisonschule, die ebenfalls in Trümmer fiel. König Friedrich Wilhelm I. beauftragte den Oberbaudirektor Gerlach, der später auch die Potsdamer Garnisonkirche baute, mit einem Neubau. Am 31. Mai 1722 konnte die neue Kirche geweiht werden. Sie erhielt einige Jahre später ein Begräbnisgewölbe, in dem zwischen 1728 und 1830 etwa 1800 Soldaten und Offiziere beigesetzt wurden, darunter allein 14 Generalfeldmarschälle. Einer von ihnen war der 1758 in der Schlacht bei Hochkirch gefallene Lord Jakob Keith, dessen Begräbnis am 3. Februar 1759 stattfand. 1745/46 hatte der König 92 Fahnen und 12 Standarten, die Trophäen des letzten Krieges, in der Kirche aufhängen lassen. Stark beschädigt wurde die Kirche im Zweiten Weltkrieg. Die restlichen der aufgebrochenen Särge wurden 1949 geborgen und auf den Stahnsdorfer Südwest-Friedhof überführt. Die Kirchenruine hat man 1962 abgerissen. Erhalten ist heute noch der Taufstein der Garnisonkirche, der Andreas Schlüter zugeschrieben wird, und der in der Berliner Nikolaikirche ausgestellt ist.

1946 Ruine Garnisionskirche (abgerissen 1961)


Die Alte Synagoge


 

Die Alte Synagoge Berlin

In der Heidereutergasse wurde in den Jahren 1712–1714 die Alte Synagoge errichtet und später mehrfach umgestaltet wurde. Der in einem Hinterhof gelegene Barockbau war die erste eigenständige Gemeindesynagoge Berlins und gehörte seinerzeit zu den größten Synagogenbauten in Deutschland.

 

1889 Heidereutergasse 4 Eingang zur Alten Synagoge

1935 Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde in der Berliner Rosenstrasse 2-4 Ecke Heidereutergasse

1935 Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde in der Berliner Rosenstrasse 2-4 Ecke Heidereutergasse

An der Stelle Ecke Rosenstraße/Heidereutergasse stand bis zu seiner

Zerstörung in den letzten Kriegstagen 1945 das Gebäude der Sozial-Verwaltung

der jüdischen Gemeinde Berlins, Rosenstraße 2-4.

Es war nach der Fabrikaktion der Nationalsozialisten vom 27./28. Februar

1943 Gefängnis für viele hundert jüdische Ehepartner und Kinder in

sogenannten Mischehen.

Vor dem Haus protestierten tage- und nächtelang Hunderte von Menschen,

überwiegend Frauen, gegen eine drohende Deportation nach Auschwitz. Nach

einer Woche gewaltlosen Protests kamen die meisten Gefangenen frei.

Das benachbarte Denkmal der Berliner Künstlerin Ingeborg Hunzinger ist

diesem Ereignis gewidmet.

 

 

Hinter dem Gebäude befand sich in der Heidereutergasse die älteste Synagoge

Berlins


 

1890 Panorama vom Roten Rathaus auf die Reste des Marienviertels

Durch die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde das Marienviertel stark zerstört. Nach Abräumung zahlreicher kriegszerstörter Gebäude und Instandsetzung der erhaltenen Bausubstanz war das Marienviertel bis zur großflächigen Umgestaltung des Berliner Stadtzentrums ab Mitte der 1960er Jahre eine von erhaltenen Wohn- und Geschäftsbauten mit zahlreichen Baulücken und Freiflächen geprägte Stadtlandschaft.

1965 Panorama vom Roten Rathaus auf die Reste des Marienviertels 

Heute befindet sich im Bereich des Marienviertels der Berliner Fernsehturm und das Rote Rathaus, sowie die Hochhäuser an der Karl-Liebknecht-Straße und an der Rathausstraße. Von der Ursprungsbebauung steht noch die St. Marienkirche.

 

Im Herbst 2010 wurden bei archäologischen Grabungen im Zusammenhang mit der U-Bahn-Verlängerung der Linie U5 gut erhaltene Reste des hochmittelalterlichen Rathauses (Fundamente, Keller und Gewölbe des Erdgeschosses [Tuchhalle], ältester Teil wohl 13. Jahrhundert) gefunden.

Das Alte Rathaus Berlin Innen

2010 Ausgrabung Fundamente Altes Rathaus Berlin

 Schaue auch auf  Seite: Ausgrabungen am Roten Rathaus.  Im Frühjahr 2011 wurden die Grabungen fortgesetzt; die Archäologen fanden die vermuteten gut erhaltenen Reste der Gerichtslaube und des Uhrenturmes . Alle drei Gebäude bildeten den Komplex des Alten Rathauses von Berlin.

 


Vor dem Zweiten Weltkrieg bestand das Marienviertel aus über 140 Grundstücken, auf denen sich Wohn- und Bürohäuser, Geschäfts- und Warenhäuser, Ämter und Markthallen befanden.

1868 Panoramablick vom baufrischen Rathausturm

1910 Luftbild  nach der vollständigen Freilegung der Kirche

 Im Zuge der Baufreimachung für die Errichtung des Fernsehturms wurden zahlreiche nur leicht kriegsbeschädigte, aber auch wiederhergestellte Wohn- und Geschäftsgebäude, die bis Ende der 1960er Jahre in Funktion waren, bis Anfang der 1970er Jahre abgerissen.

1964 Marienviertel Baustelle Fernsehturm

1969 Marienviertel Baustelle Fernsehturm

Der gesamte Bereich zwischen der Karl-Liebknecht-Straße und der Rathausstraße wurde unter Aufgabe des historischen Straßengrundrisses als eine auf den Fernsehturm bezogene durchgrünte weiträumige Freifläche mit Wasserspielen sowie dem hierher versetzten Neptunbrunnen gestaltet.

 

Mit der Durchlegung von bis zu zehnspurigen Verkehrsschneisen im Zuge der Gruner- und Karl-Liebknecht- Straße wurde der für viele mittelalterliche Städte typische ausgerundete Stadtgrundriss zerschnitten, der sich aus den alten Stadtmauern und der Umwallung ergab. Lediglich die Stadtbahn auf dem alten Festungsgraben zwischen den Bahnhöfen Alexanderplatz und Hackescher Markt zeichnet dies bis heute nach.

 

Es gibt Bestrebungen, den urbanen Charakter des Viertels wieder herzustellen. 1999 beschloss der Berliner Senat das „Planwerk Innenstadt“ als städtebauliches Leitbild, wobei aber für diesen Bereich kein Konsens für eine Neubebauung gefunden werden konnte. Seit 2012 wurde mit der Bebauung mit dem Objekt Alea 101 begonnen

 

1911 Erstes C&A Kaufhaus am Alexanderplatz oben

und daunter Baubiginn 2012 Neubau Kaufhaus Alea 101 am Alex

Neubau Eröffnung Alea 101 September 2014


Planungen des Senates und des Bezirks Mitte von Berlin

Das Areal des ehem. Neuen Marktes soll nach dem Willen des Senats bis 2017 umgestaltet werden.

Das Lutherdenkmal, das bislang nördlich der Marienkirche in der kleinen Grünanlage steht, soll zum 500. Jubiläum der Reformation wieder an seinen angestammten Platz auf dem Neuen Markt zurückkehren. Die historische Bebauung rund um den Markt soll mit Bändern aus Cortenstahl nach den Plänen des Büros Levin-Monsigny nachgezeichnet werden. Während Anhänger der städtebaulichen Moderne durch die Plänen eine Beeinträchtigung der Gestaltung des "Großen Freiraum" zwischen Berliner Fernsehturm und Spree aus DDR-Zeit fürchten,  befürworten Historiker und geschichtsbewußte Bürger eine bauliche Erinnerung an den historischen Platz zu denen  ich auch gehöre. An der Westseite (zur Spandauer Straße hin) des Neuen Marktes soll auf dem früheren Grundstück Spandauer Straße 68, dem Ort des ehem. Hauses der Familie Moses Mendelssohn, nach den Plänen des israelischen Künstlers Micha Ullman ein Denkmal für den Philosophen entstehen.

Und seit Februar 2014 wird das Umfeld der St. Marienkirche umgestaltet, Ziel der Neuplanung ist, dem Kirchenbauwerk im Hinblick auf seine historisch-städtebauliche Einordnung und Bedeutung, mehr Raum zu geben. Aus diesem Grund wird das mittelalterliche Platzniveau im Bereich der Kirche erweitert: in Ost-West-Richtung bis auf die historischen Ausmaße, in Nord-Südrichtung bis auf die bestehenden Grenzen entlang der Karl-Liebknecht-Straße und entlang der vorhandenen Ahornallee am Rosengarten.

 Die Platzfläche wird von einem steinernen Rahmen eingefasst. Aus dem Rahmen entwickeln sich Treppen, Einfassungssockel und Sitzmauern und nivellieren den Höhenversprung zur Umgebung.

 

 

Entwürfe der Umgestalltung  

2014 März der Umbau an der Marienkirche hat begonnen und erst werden einmal Bäume gefällt !!!!

2014 Oktober Ausgrabungen an der Marienkirche haben begonnen und ich habe noch nichts gelesen oder gehört !!!!

2014 Ausgrabungen an der Marienkirche ,was sind das für Fundamente die hier freigelegt wurden und beim genauen hinschauen, sehe ich Knochen ??????

 

1812 Karte des ehemaligen Polizeirevier Nr.1

     Nach dieser Karte graben die Archäologen meiner Meinung gerade auf der Höhe der Häuser Neuer Markt Nr.1 bis Nr.3 .

Habe heute eine nette E-Mail zum Thema bekommen und wichtige Informationen  :

Nur wenige Zentimeter unter dem Kirchhof der Marienkirche liegen 100 Gebeine von adligen Urberlinern, deren Skelette nun untersucht werden. Wo einst das Luther-Denkmal stand, ist heute Weihnachtsmarkt. Bis 2017 soll die Statue wieder stehen.

 

Gardemaß hatten einige Berliner aus der frühen Neuzeit bereits: mehr als ein Meter achtzig groß, im Kirchhof der Marienkirche bestattet. Adlige waren es, darauf lassen Beinspangen zur Befestigung von Kleidung und Rüstung schließen. Woran sie verstarben, werden Anthropologen herausfinden bei der Untersuchung der Skelette. 100 Gebeine von Urberlinern haben sie dort entdeckt, am Neuen Markt, der über Jahrhunderte Berlins zentraler Stadtplatz war und heute nur wenige Zentimeter unter dem Pflaster liegt.

 

„20 Zentimeter unter der Grasnarbe liegt Berlins größter Marktplatz“, schwärmt Landesarchäologe Matthias Wemhoff. „Dies war der Ort, wo der Ratsbrunnen stand und die große Waage, mit der Händler ihre Waren wogen“. Und bald werden auch die Böden der an die Marienkirche angrenzenden Stadthäuser die oben auf der Revierkarte der Polizei Nr.1 zu sehen sind, zum Vorschein kommen.

 http://www.berliner-historische-mitte.de

2015 März die Ausgrabungen sind scheinbar beendet und es wurde begonnen die Wege und Plätze neu zu gestalten. Wobei ich überrascht bin, dass die Ausgrabungen bereits beendet sind, wo wir doch alle wissen an welcher interessanten Stelle unserer Stadt wir hier sind, aber da ist wohl kein Geld vorgesehen ,dafür werden jeden Tag "Tausende Euro" für einen nicht nutzbaren Flughafen Berlin Brandenburg "Willy Brandt" ausgegeben. Schade, schade !!!!

2015 Mai Umfeld Neugestaltung der Marienkirche

Wunder gibt es immer wieder, die Ausgrabungen gehen weiter und ich konnte auf die Fundamente der ehemaligen Häuser am Neuen Markt der Nr.4,5,und 6 schauen. Schaue dir oben die Karte vom Polizeirevier Nr.1 an.

Ausgrabung an der Marienkirche Neuer Markt 2015

 

2015 November der neue Vorplatz der Marienkirche

 

2016 Der Vorplatz zur Marienkirche ist fast abgeschlossen !!

Einige Ansichten vom recht zähen Verlauf der Neugestaltung des Umfelds der Marienkirche. Das Gefälle zur Kirche wurde ein wenig gemildert, indem man die Übergänge, raumgreifend, geglättet hat. Darüber hinaus gibt es neue Pflasterung und neue riemchenverkleidete Mauern und Sitznischen. Der Busch- und Baumbestand wurde dort entfernt.

In diesen Särgen werden die Gebeine vom Friedhof aufbewahrt , der einst die St. Marienkirche umgab.

Wenn die archäologischen Untersuchungen abgeschlossen sind, werden die Gebeine auf einem Friedhof der Gemeinde wieder ihre Ruhe finden.

 

Wofür stehen eigentlich die zahlreichen Linien, die mit Klinkern/Backsteinen eingelassen sind? Ist das der Verlauf der Neumarktbebauung an der Kirche? Ganz so dicht an der Kirche war die doch nicht, oder? Doch und das Luftbild von 1910 zeigt es ganz deutlich !!

Martin Luther Denkmal ist umgesetzt !!

Das sieht aber traurig aus! Man hätte Herrn Luther doch wenigstens ein bisschen mehr Sockel zugestehen können.

1860 Der Marktbrunnen

Gibt es eigentlich Bestrebungen den Gotischen Brunnen (Marktbrunnen) wieder zu rekonstruieren?

 

 

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

Nach oben