Das Nicolaiviertel Gestern und Heute

Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

 Das Nicolaiviertel

   

 Gestern und Heute


  Geschichte 

Im Mittelalter verlief an dieser Stelle eine Handelsstraße. Handwerker und Händler ließen sich an der Kreuzung von Fluss und Straße nieder. Etwa im Jahre 1200 wurde die Kirche St. Nikolai fertiggestellt, eine spätromanische Feldsteinbasilika. Hier entwickelte sich eine Siedlung mit zwei Kernbereichen: Berlin, die etwas größere Ansiedlung, entstand östlich der Spree, das kleinere Cölln direkt gegenüber, am westlichen Ufer. Beide Orte waren durch den Mühlendamm miteinander verbunden. Um das Jahr 1230 erhielten beide Siedlungen die Stadtrechte. Genaueres ist über die Anfänge der beiden Städte nicht bekannt, eventuelle schriftliche Zeugnisse – Gründungsurkunden oder dergleichen – sind vermutlich beim Stadtbrand von 1380 vernichtet worden.

     

   1740 Nikolaikirche                                            1827 Nikolaiviertel mit Kirche

Eine Ahnung von Mittelalter. Die Nikolaikirche auf einem Gemälde von Johann Heinrich Hintze, 1827. Authentische Darstellungen des mittelalterlichen Berlins sind rar.

 

1982 Aufsetzen der neuen Türme                      2008 Blick zum Kirchplatz mit Kirche

 Die erste erhaltene Urkunde, in der Cölln erwähnt wird, stammt vom 28. Oktober 1237. Berlin wird erst am 26. Januar 1244 in einem Schriftstück genannt. Weil beide Städte bald zusammenwuchsen, gilt 1237 als Geburtsjahr Berlins, die großen Stadtjubiläen orientieren sich an diesem Datum. Am 20. März 1307 wurden die beiden Orte zur Doppelstadt Berlin-Cölln vereinigt, 1486 machte der KurfürstJohann Cicero sie zu seiner ständigen Residenz. Zu dieser Zeit war die Siedlung schon zu einem bedeutenden Handelsplatz herangewachsen, der sich im 14. Jahrhundert auch der Hanse angeschlossen hatte.

Wachsende Wirtschaftskraft und relativer Wohlstand erlaubten es der Bürgerschaft, ihr zentrales Bauwerk, die Nikolaikirche, schon um 1264 wesentlich umzubauen. Es entstand eine gotische Hallenkirche, die auch in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändert wurde. Wesentliches Merkmal der Kirche und des alten Berliner Stadtzentrums blieb aber bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die asymmetrische mittelalterliche Fassade mit dem einen, schlanken Turm, der erst in den 1870er-Jahren durch einen neugotischen Doppelturm ersetzt wurde. Während Berlin sich ringsherum ständig ausdehnte und neue städtische Zentren sich bildeten, veränderte sich das Nikolaiviertel kaum; hauptsächlich Handwerker wohnten und arbeiteten in den engen, winkligen Gassen.

 

Kirchplatz wir feiern 775 Jahre Berlin

In der Nicolaikirche

 

 

In der Nicolaikirche

2017 Nicolaikirche Sichtgrube alte Fundamente der Vorgängerkirche darüber rechts 

  Walknochen von 1665 Gaststätte Zur Rippe

 

1900 Cöllnische Gasse in Richtung Fischerstrasse 1900 Cöllnische Gasse in Richtung Inselspeicher

  

1885 Köllnischer Fischmarkt links Nordseite 1937 abgebrochen rechts die Eiergasse

1910 Fischerstrasse 12 und 13

1900 Hof Fischerstrasse 29 im II.Weltkrieg zerstört

     

1951 Die stark zerstörte Nicolaikirche

1955 oben Fischerstrasse 31-37 vor Abbruch

 Fischerstrasse 32 Hof vor Abbruch

 


 Besondere Gebäude 

  Einige herausragende Bauwerke unterbrachen die weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Strukturen. Am südlichen Rand des Viertels wurde 1766 auf dem Grundstück Mühlendamm Ecke Poststraße das Ephraim-Palais fertiggestellt, ein außerordentlich gelungenes Beispiel Berliner Rokokoarchitektur, im Volksmund bald „die schönste Ecke Berlins“ genannt. Der Hofjuwelier und Finanzier Friedrichs des Großen, Veitel Heine Ephraim, hatte sich hier einen repräsentativen Wohnsitz bauen lassen, geschmückt mit Putten und steinernen Vasen und mit filigranen, vergoldeten Balkongittern. Ganz in der Nähe steht das Knoblauchhaus, ebenfalls um 1760 im Stil des Spätbarock erbaut, seit einem Umbau zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber außen von eher frühklassizistischer Anmutung; innen verweist noch manches Detail auf den Ursprung im Rokoko. Es war der Wohnsitz einer Einwandererfamilie aus Ungarn, die über mehrere Generationen hinweg betriebsame, wohlhabende und einflussreiche Bürger Berlins hervorbrachte. Schließlich das Kurfürstenhaus: ursprünglich ein Renaissancebau aus rotem Sandstein, im 18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut. Man benannte es nach dem Kurfürsten Johann Sigismund (1572–1619), der hierher floh, weil er davon überzeugt war, dass in seinem Schloss die „Weiße Frau“ spuke.

          Das Ephraim-Palais    

              

 1761 erbaut das Knoblauchhaus

    

Wohnung der Familie Knoblauch im Haus

Die Familie besaß das Gebäude über 170 Jahre lang und verkaufte es 1929 an die Stadt Berlin. Lediglich ein Teil des Erdgeschosses diente dem Seidenbandhandel der Knoblauchs weiterhin und bis 1946 als Comptoir. Im Gegensatz zu den meisten Gebäuden des Nikolaiviertels überstand das Knoblauchhaus den Bombenkrieg 1943 bis 1945 ohne größere Schäden. Das bis dahin als Mietshaus genutzte Gebäude wurde in den 1980er Jahren grundlegend saniert und 1989 als Außenstelle des Märkischen Museums eröffnet. Seit 2005 gehört das Museum zur Stiftung Stadtmuseum Berlin.

Gaststätte zum Paddenwirt

Der Paddenwirt verdankt seinem Namen eine lustige und nette Geschichte.Ein Wirt holte damals seine Bierfässer immer per Kahn auf der Spree. Eines Abends hatte er jedoch keine Lust mehr diese Fässer auszuladen.Als er am nächsten Morgen zum Boot kam , um seine Arbeit nachzuholen, quakten ihm Hunderte betrunkener Frösche ("Padden")  entgegen-ein undichtes Fass hatte die offenbar trinkfreudigen Amphibien ins Boot gelockt.Natürlich hatte das Quaken einige Neugierige angelockt und die Geschichte wurde schnell herrum erzählt und so hatte der Wirt seinen Namen weg.

Seit 1665 Gasstätte "Zur Rippe"

Der Schneider Brandneß erwarb 1665 das Haus "Zur Rippe"und besserte sein Einkommen mit dem Ausschank selbstgebrautem Bieres auf - freilich illegal . Dennoch erhielt er 1672 das Schankrecht. Die namensgebenden Knochen am Haus sind Teile eines urzeitlichen Wales,die wohl bei Bauarbeiten noch früherer Jahrhunderte gefunden wurden. Natürlich behauptete der Volksmund , es handele sichum die Knochen eines erschlagenen Riesen. Hauszeichen wie diese waren vor der Einführung von Hausnummern die man  1799 einführte üblich . 

1905 Die Rippe

1935 wurde das Haus "Die Rippe" als eines der letzten historischen Gebäude am Molkenmarkt abgerissen, um 1986 wieder im Zustand der Barockzeit aufgebaut zu werden.

Das neue Nikolaiviertel

Im Zuge des Wiederaufbaus des Viertels wurden die wenigen vorhandenen Gebäude restauriert und ansonsten zahlreiche Neubauten, teils mit historisierenden Fassaden, teils in angepasster industrieller Plattenbauweise besonderer Art – mit Giebeln, Ornamenten und schmiedeeisernem Zierrat, aber auch mit Kippfenstern und modern zugeschnittenen Wohnungen – errichtet. Unter den Rekonstruktionen sind die Bürgerhäuser hinter der Nikolaikirche wohl am originalgetreuesten. Dies trifft auch für die Bürgerhäuser am Molkenmarkt zu, obwohl die Zusammenstellung der Häuser eine freie Collage darstellt.

1982 Aufsetzen der Türme der Nicolaikirche

1987 Blick auf das Nicolaiviertel

Die im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstörte Nikolaikirche wurde, bis auf die Turmhelme, in ihrer bis zur Zerstörung bestehenden Form wiederhergestellt.

Die Nicolaikirche ist die älteste noch intakte Kirche Berlins und steht unter Denkmalschutz.Die heutige Kirche geht auf mindestens zwei Vorgängerbauten zurück.

 

"Aber es ist keine Kirche sondern ein Museum wird einem im unmißverständlichem Ton bereits an der Tür zu gerufen, aber für Euros werden die Türen geöffnet, ein ehemaliger Ort für Jederman "

 

Eine Reihe von kleinen Bürgerhäusern, vor allem im Umkreis der Kirche, entstand in historischen Formen vollständig neu. Das 1936 am Mühlendamm abgetragene Ephraim-Palais wurde unter Verwendung von Originalteilen der Fassade um zwölf Meter versetzt von seinem ursprünglichen Standort neu aufgebaut. Das Gasthaus „Zum Nußbaum“, einst Stammlokal prominenter Künstler wie Heinrich Zille, Otto Nagel und Claire Waldoff, wurde als Kopie am Nikolaikirchplatz wiedererrichtet; das vermutlich 1571 erbaute Original befand sich bis zu seiner Zerstörung 1943 auf der Fischerinsel.

Der Mühlendamm im 15.Jahrhundert 

   Der Name Mühlendamm („Molendam tu Berlin“) stammt aus der Zeit der Stadtgründung, als der Damm der einzige befestigte Spreeübergang zwischen den Städten Berlin und Cölln war. Dort liefen die im Spreetal angelegten Fernstraßen zusammen. Zugleich diente der Mühlendamm als Wehranlage und Mühlenstau für die seit 1220 betriebenen Wassermühlen. Die sechs Korn-, Walk- und Schneidemühlen lagen quer durch den Fluss, nur ein Mittelstück zur Schiffspassage wurde freigehalten.

1800 Der Mühlendamm

Seit 1448 befanden sich die einträglichen Mühlen im Besitz des Landesherrn, verwaltet durch das Kurfürstliche Amt Mühlenhof (heute Standort Neue Münze). Die hier bearbeiteten Erzeugnisse wurden in einfachen hölzernen Buden an Ort und Stelle zum Verkauf angeboten. Das bestehende Stapelrecht beim Umladen der Schiffe auf ihrem Weg zwischen Schlesien und Hamburg führte zur Niederlassung weiterer Händler, was der Stadtkasse wiederum zu guten Einnahmen verhalf. Am Mühlendamm herrschte ein reges Markttreiben.

1832 Aussicht hinter dem Mühlendamm ganz hinten Königsbrücke

1578 wurde hier die erste schiffbare Schleuse erbaut. Die Verkaufsstände wurden 1687 auf Geheiß des Großen Kurfürsten im Zusammenhang mit einem befestigten Flussübergang in Stein neu errichtet:

2010 Mühlendammschleuse   

Die erste im Hauptarm der  Kontext: Spree Spree 1890–1893 von Regierungsbaurat Germelmann angelegte Einkammer-Schleuse lag 100 m unterhalb der heute existierenden Anlage an der Stelle des ehemaligen Mühlendamms, seiner zwei Mühlen und des Speichers. Der Verkehrsbau ersetzte die seit dem Mittelalter mehrfach vergrößerte Schleuse im Kupfergraben ( Kontext: Spreekanal Spreekanal), die 1935–1942 zu einem Wehr mit Bootsschleuse zurückgebaut wurde. Mit 110 m Länge, 9,60 m Breite und geringster Tiefe von 2,50 m entsprach die gemauerte M. den Forderungen seitens Schiffsverkehr und Hochwasserschutz um die Jahrhundertwende. Für Schiffe von 1 000 t entstand 1936–1942 der Doppelkammer-Neubau aus Stahlspundwänden, 140 m lang, 12 m breit und 3 m tief. Seitdem liegt die Mühlendammbrücke im Schleusenunterwasser und gestattet höheren Schiffen Durchlaß. Die M. steht unter Denkmalschutz.

Als weiteres historisches Gasthaus wurde 1986 das Gasthaus „Zur Rippe“ wiedererrichtet. Als Kopie wurde auch die „Gerichtslaube“ des alten Berliner Rathauses zur Nutzung als Restaurant errichtet.

1800 Das Rathaus mit Gerichtslaube

Die originale Gerichtslaube zählte bis zu ihrer Abtragung zu den ältesten Profanbauten der Stadt und gilt als Zeugnis städtischer Rechtsprechung und Selbstverwaltung im mittelalterlichen Berlin. Die zum Alten Rathaus gehörende Laube ist 1871 in ihrer hochmittelalterlich-gotischen Fassung in den Park von Babelsberg (Potsdam) versetzt worden. Ebenso wird als Gerichtslaube ein rekonstruiertes Gebäude bezeichnet, das an der Poststraße 28 im Berliner Nikolaiviertel steht und eine Gaststätte beherbergt.

 2009 Die Gerichtslaube Nachbau in der Poststrasse

 

 

1880 Gaststätte Zum Nussbaum das Orginal

 Gasstätte Zum Nußbaum der Nachbau 2009

Der Nußbaum stand ursprünglich in der Fischerstraße 21 in Cölln und wurde 1943 bei einem alliierten Bombenangriff zerstört. Das heute seltene spätmittelalterliche Giebelhaus stammte aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, über dem Kellereingang war die Jahreszahl „1507“ angebracht.

Die Bronzeskulptur St. Georg im Kampf mit dem Drachen (1853) von August Kiss wurde auf einem kleinen Platz am Spreeufer wieder aufgestellt; sie stand zuvor im Volkspark Friedrichshain und ursprünglich im Hof des Berliner Stadtschlosses.

       

   

2009 Das Lessing-Haus

  Rundum den Kirchplatz der Nicolaikirche

Die engen Gassen folgen den überlieferten Grundrissen und sind nach alten Vorbildern gepflastert. Auf einer Fläche von annähernd 50.000 m² leben etwa 2000 Einwohner in rund 800 Wohnungen. 33 Ladengeschäfte, 22 Gaststätten und verschiedene museale Einrichtungen, wie die Nikolaikirche, das Knoblauchhaus und das Ephraim-Palais stehen den Besuchern zur Verfügung.

 

Der Gründungsbrunnen

Der Gründungsbrunnen (auch Wappenbrunnen genannt) befindet sich neben dem Eingang zur Nikolaikirche und wurde 1987 nach einem Entwurf von Gerhard Thieme aus dem Jahr 1928 errichtet. Der Brunnen besteht aus Sandstein und Stahl. Die schmiedeeiserne Bekrönung schuf Hans-Joachim Kunsch und die Bronzekette fertigte Stefan Kuschel an. Drei Stufen führen zu einem achteckigen Brunnenbecken von vier Metern Durchmesser. An den Seiten sind Wappen angebracht. In der Mitte steht eine sechs Meter hohe Säule, die von einem Bären bekrönt wird und der ein Wappen mit einem Adler hält. Der im ältesten Siedlungsgebiet Berlins aufgestellte Brunnen soll an die Gründung der Stadt erinnern.

Und jetzt gehen wir lecker Essen bei Mutter Hoppe !!!!!

 

Guten Appetit !!!

Wir feierten den 775. Geburtstag

 

Zum Gästebuch

http://aahh-bernds-berlin.npage.eu/guestbook.html

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

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