Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

Der Alexanderplatz Gestern und Heute

      

 Berlin - Mitte

Die Entstehung


Im 13. Jahrhundert entstand unweit des heutigen Platzes das Spital Heiliger Georg. Es war der Namensgeber für das Georgentor in der Berliner Stadtmauer, das anfangs Oderberger Tor hieß. Vor diesem sammelten sich die wichtigsten aus dem Norden und Nordosten kommenden Straßen, beispielsweise aus Oderberg, Prenzlau und Bernau aber auch die Straßen in die großen Hansestädte an der Ostsee. Das Georgentor war im 16. Jahrhundert das wichtigste Stadttor, die meisten Waren kamen durch dieses in die Stadt.

 

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadtmauer verstärkt. 1658 bis 1683 entstand ein Festungsring, mit deren Planungen der LinzerJohann Gregor Memhardt beauftragt wurde. Memhardt erste Tätigkeit war eine topographische Bestandsaufnahme, so entstand der erste Plan der Residenzstadt. Die neue Festung enthält 13 Bastionen, die durch Wälle miteinander verbunden sind, der Festung vorgelagert ist ein bis zu 50 Meter breiter Wassergraben. Bei der Errichtung des Festungsringes wurden unter anderem einige Tore geschlossen, beispielsweise das südöstlich gelegene Stralauer Tor. Dies ließ das Georgentor nochmals an Bedeutung gewinnen.

Der Alexanderplatz siehe Kreis 1652

 

1681 wurden Viehhandel und Schweinemast innerhalb der Stadt verboten, auf dem Platz vor dem Georgentor entstand ein Viehmarkt, der dem Platz die Bezeichnung Ochsenmarkt oder Ochsenplatz gab, auch ein Wochenmarkt etablierte sich.So entwickelt sich um den Platz Ende des 17. Jahrhunderts langsam eine Vorstadt – die Georgenvorstadt – die trotz eines Bauverbotes 1691 weiter gedieh, sodass um 1700 schon mehr als 600 Häuser entstanden waren. Anders als die Vorstädte im Südwesten Berlins (Friedrichstadt, Dorotheenstadt), die planmäßig und streng geometrisch angelegt wurden, wucherten die Vorstädte im Nordosten (neben der Georgenvorstadt auch die Spandauer Vorstadt und die Stralauer Vorstadt) planlos.

 

Das Georgentor war zu diesem Zeitpunkt ein rechteckiges Turmgebäude, neben dem sich noch einer der Türme der mittelalterlichen Stadtmauer befand. Den Festungsgraben überspannte eine Zugbrücke. Geradeaus führte über den Viehmarkt hinweg die Landstraße in Richtung Bernau, zu deren Rechten die Georgenkapelle sowie ein 1672 von der Kurfürstin Sophie Dorothea gestiftetes Hospital und ein Waisenhaus befanden. Neben der Kapelle befand sich das mittelalterliche Pesthaus, das 1716 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Dahinter befanden sich der Schützenplatz und ein Gasthof, der spätere „Stelzenkrug“. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts lebten in dieser Gegend bereits 600 bis 700 Familien, die Georgenkapelle wurde zur Georgenkirche aufgewertet und bekam einen eigenen Prediger.

1797 Georgenkirche

 


Der Königs Thor Platz 1701–1805


Nachdem der preußische König Friedrich I. nach seiner Krönung in Königsberg am 6. Mai 1701 durch das Georgentor in Berlin einzog, wurde dieses nun Königstor genannt, der Platz wurde in offiziellen Dokumenten als Königs Thor Platz bezeichnet. Auch die Georgenvorstadt wurde nun Königsvorstadt (oder kurz „Königsstadt“) genannt. 

 

Stadtplanausschnitt mit der Königsvorstadt (1789)
Das alte Berlin ist rot dargestellt, die Königsvorstadt nordöstlich braun

1734 entstand die Berliner Zollmauer, die zunächst aus einem Palisadenzaun bestand und die ringförmig um die alte Stadt entstandenen Vorstädte zusammenfasste. Dadurch verlor das alte Tor an Bedeutung und wurde schließlich 1746 abgetragen.Der südliche Teil des späteren Alexanderplatzes war mit Bäumen vom Verkehr abgetrennt und wurde als Paradeplatz genutzt, wohingegen die nördliche Hälfte weiterhin Markt blieb. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts fand hier jedes Jahr im Juni die bedeutendste Wollmesse Deutschlands statt.

Alexanderplatz 1796

Zwischen 1752 und 1755 lebte Gotthold Ephraim Lessing in einem Haus am Alexanderplatz. 1771 entstand an der Stelle des alten Königstores eine neue Steinbrücke über den Festungsgraben (die Königsbrücke), an deren Seiten 1777 kolonnadengesäumte Läden errichtet wurden, die von Carl von Gontard geplanten Königskolonnaden. 1783 bis 1784 entstanden sieben dreigeschossige, von Georg Christian Unger errichtete Gebäude um den Platz, unter anderem der berühmte Gasthof zum Hirschen, in dem Heinrich von Kleist in den letzten Tagen vor seinem Selbstmord lebte und auch Karl Friedrich Schinkel einige Zeit Dauermieter war.

  

1810 Alex Ostseite links Haus m 99 Schafskoepfen

Auf dem Paradeplatz vor dem alten Königstor wurde am 25. Oktober 1805 der russische Zar Alexander I. zu einem Besuch empfangen. Anlässlich dieses Ereignisses erließ König Friedrich Wilhelm III. am 2. November eine Verfügung zur Umbenennung in Alexanderplatz.Im Südosten des Platzes entstand das Königstädter Theater von Carl Theodor Ottmer, Grundsteinlegung war am 31. August 1823, Eröffnung am 4. August 1824. Die letzte Vorstellung des Theaters war schon am 3. Juni 1851, und das Gebäude wurde anschließend zunächst als Wollmagazin, dann als Mietshaus und bis zum Abriss 1932 als Gasthaus Aschinger genutzt.

 

1830 Alexanderplatz vorn l.ehem.Koenigsstaedtisches Theater

Während der Märzrevolution 1848 kam es auch auf dem Alexanderplatz zu Straßenkämpfen und Revolutionäre blockierten den Weg vom Platz in die Stadt mit Barrikaden. Auch Theodor Fontane, der ganz in der Nähe in einer Apotheke arbeitete, beteiligte sich am Aufbau dieser Barrikade und beschrieb später, wie er mit Material aus dem Königstädter Theater half, die Neue Königstraße zu verbarrikadieren: Es ging über den Alexanderplatz weg auf das Königstädter Theater zu, das alsbald wie im Sturm genommen wurde.

 

Anfang der 1870er-Jahre schüttete man den ehemaligen Festungsgraben zu, um auf ihm die Berliner Stadtbahn zu errichten, deren Eröffnung 1882 war. Mit ihr eröffnete der Stadtbahnhof Alexanderplatz. 1883 bis 1884 entstand das Grand Hotel, ein Neorenaissancebau mit 185 Zimmern und zum Platz hin mit Läden im Erdgeschoss. Von 1886 bis 1890 entstand außerdem das Polizeipräsidium, ein riesiger Backsteinbau, dessen nördlicher Eckturm das Gebäude dominierte. Bis 1890 entstand auch das Amtsgericht am Alexanderplatz. 

 

um 1880 Alexanderplatz mit Blick in die Koenigsstrasse

 

  

Das Polizeipräsidium                                            Die Berolina

1886 errichtete man westlich der Stadtbahn eine Zentralmarkthalle, woraufhin 1896 der Wochenmarkt auf dem Alexanderplatz verboten wurde. Durch die freiwerdenden Flächen teilte sich der Platz nun funktional. Während Ende des 19. Jahrhunderts der aufkommende Individualverkehr und die ersten Pferdeomnibuslinien den nördlichen Teil dominierten, war der südliche Teil (der ehemalige Paradeplatz) ruhiger, und der Gartendirektor Hermann Mächtig gestaltete ihn 1889 gärtnerisch. Im Nordwesten des Platzes wurde 1895 auf einer zweiten, kleineren Grünfläche die 7½ Meter hohe kupferne Berolina-Statue von Emil Hundrieser aufgestellt.

 


   Blütezeit des Alexanderplatz 1900–1940


 Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte der Alexanderplatz seine Blütezeit. 1901 gründete Ernst von Wolzogen in der ehemaligen Sezessionsbühne in der Alexanderstraße 40 zunächst unter dem Namen „Buntes Brettl“ das erste deutsche Kabarett, das Überbrettl.Am Platz entstanden die legendären Warenhäuser von Tietz (1904–1911), Wertheim (1910/1911) und Hahn (1911). Im Oktober 1905 eröffnete am Alexanderplatz, geplant von den Architekten Wilhelm Albert Cremer und Richard Wolffenstein, die bereits im Wettbewerb zum Bau des Reichstagsgebäudes einen zweiten Preis errungen hatten, der erste Bauabschnitt des Warenhauses Tietz. Es verstand sich als Volkswarenhaus für die Berliner.Das Warenhaus Tietz erfuhr noch weitere Bauabschnitte und hatte letztendlich 1911 eine überbaute Grundfläche von 7300 Quadratmetern und zu dieser Zeit mit 250 Metern Länge die längste Kaufhausfassade der Welt.[4] Für den Bau des Wertheim-Kaufhauses, einer Filiale des Hauses am Leipziger Platz, mussten 1910 die Königskolonnaden weichen, die seither im Heinrich-von-Kleist-Park in Schöneberg stehen.

1909 Die Königskolonaden in der Königsstrasse

   

1905 Das Warenhaus Tietz                            1920 Das Lehrervereinshaus

1920 Konditorei Im Lehrer Vereinshaus

Im Oktober 1908 wurde in der Alexanderstraße 41 neben dem Bunten Brettl das Lehrervereinshaus eingeweiht, das von Hans Toebelmann und Henry Groß entworfen wurde. Bauherr war der Berliner Lehrerverein, dem das Geschäftshaus mit Konditorei und Restaurant im Erdgeschoss als Mieteinnahmequelle für seinen Verein diente. Im hinteren Bereich des Grundstückes bis zur Kurzen Straße hatte der Verein sein Verwaltungsgebäude und einen Hoteltrakt für Vereinsmitglieder sowie ein Saalgebäude für Veranstaltungen. Unter anderem fanden hier am 2. Februar 1919 die Trauerfeier für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sowie am 4. Dezember 1920 der Vereinigungsparteitag von KPD und USPD statt. Die pädagogische Bibliothek des Lehrervereins sollte als Deutsche Lehrerbücherei zwei Weltkriege überstehen und ist heute in die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung eingegliedert .

1900 Nordseite Alex Grand Hotel Hans Beimler Str.

   

Der Alexanderplatz 1907 und 1908

  

Der Bahnhof Alexanderplatz um 1900     Der Bahnhof mit den Königskolonaden

Der Alexanderplatz 1920

Begünstigt wurde das Aufleben des Platzes durch seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt. Neben den drei unterirdischen U-Bahnlinien (ab 1913 beziehungsweise 1930) hielt hier die Fern- und S-Bahn auf dem Viadukt der Stadtbahn, Omnibusse der ABOAG sowie ab 1877 Pferde- und seit 1898 auch elektrische Straßenbahnen, die von hier aus sternförmig in alle Himmelsrichtungen fuhren. So entstanden fünf Verkehrsebenen.

 

1930 Der Alexanderplatz mit seinen Verkehrsebenen

Im Zusammenhang mit dem drohenden Kollaps des Individualverkehrs am Alexanderplatz schlug der damalige Baustadtrat Martin Wagner Ende der 1920er-Jahre eine Umgestaltung des Platzes vor. Der Platz sollte dem Verkehr angepasst und die Gebäude architektonisch einheitlich sein. Wagner entwarf einen Plan, in dem er in der Mitte des Platzes einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 100 Metern vorsah, der nur von der Straßenbahn gekreuzt werden sollte. Der Entwurf sah zwölf Meter breite Straßen mit zehn Meter breiten Bürgersteigen vor.[3] Um dieses Rondell herum sollten siebengeschossige Gebäude entstehen.

1930 Alexanderplatz mit Georgenkirche

1931 Alexanderplatz Berolinahaus noch im Bau

      

1932 Alex noch in Umgestaltung       1935 Alex nach Umgestaltung     

     

1935 Die Berolina schon umgesetzt

1935 Luftbild nach Umgestaltung

Bis Anfang der 1930er-Jahre wurden zwei der von Peter Behrens geplanten Gebäude parallel zur Stadtbahn errichtet: das Alexanderhaus und das Berolinahaus. Hierzu mussten Aschinger und das ehemalige Königstädtische Theater sowie die Häuserzeile an der Stadtbahn abgebrochen werden. Der neue Kreisverkehr nahm sechs Straßen auf. Die Hauptachsen hatten einen Durchmesser von 97 bzw. 63 Metern. Die 7,5 Meter hohe Berolina-Figur, die 1925 dem Bau des neuen Kreuzungsbahnhofs der Untergrundbahn weichen musste, wurde 1934 vor dem Alexanderhaus neu aufgestellt.Doch auch Behrens' Entwurf konnte nicht komplett umgesetzt werden, da der Großteil der Flächen privaten Eigentümern gehörte und die Ankaufsumme für die Grundstücke bei gewaltigen 20 Mio. RM lag. Das amerikanischeKonsortium, das das Alexander- und Berolinahaus bauen ließ, hatte nach der Weltwirtschaftskrise kein Geld für weitere Bauten, und auch andere Investoren fanden sich nicht. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus gab es keine Neubauten am Alexanderplatz.

 


Zerstörung und Wiederaufbau


 Zu einer der größten Luftschutzanlagen der Stadt zählte im Zweiten Weltkrieg der Tiefbunker unter dem Alexanderplatz. Er wurde von 1941 bis 1943 im Auftrag der Deutschen Reichsbahn von der Firma Philipp Holzmann erbaut.

1945

  

  

 Der Alexanderplatz ein Bild des Schreckens.

Oben der Bahnhof und das Kaufhaus Tietz und das Polizeipräsidium mit dem Alexanderhaus unten.

1955 Das HO-Warenhaus am Alex

Der Bahnhof Alexanderplatz 2012 

 Die Kriegshandlungen erreichten den Alexanderplatz Anfang April 1945. Die Berolinastatue war schon 1944 entfernt und vermutlich zu Rüstungszwecken eingeschmolzen worden. Im April 1945 begannen die Alliierten auch die Stadtquartiere um den Alexanderplatz zu bombardieren. Die Kämpfe der letzten Kriegstage zerstörten erhebliche Teile der Königs- und Georgenvorstadt, sowie viele der Gebäude rund um den Alexanderplatz.Die Teilung Berlins und die sich verschärfende Wohnungsfrage verhinderte die konsequente Umsetzung dieses radikalen Planansatzes. Grundlage für den Aufbau im Ostteil Berlins wurden die „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“ vom 27. Juli 1950 und die daraus folgenden „Grundsätze für die Neugestaltung der Berliner Innenstadt“ vom 23. August 1950. Am 6. September 1950 wurde vom Ost-Berliner Magistrat das sogenannte „Aufbaugesetz“ verabschiedet.

Die „Grundsätze für die Neugestaltung der Berliner Innenstadt“ sahen eine 90 Meter breite Straße vom Osten über den Alexanderplatz zur Straße Unter den Linden vor. Die Umsetzung begann 1951 in der Stalinallee. Die später weiter westlich errichteten Bauten erfolgten dann in Plattenbauweise.

Zwischen 1961 und 1964 wurde an der Alexanderstraße 41 auf dem Grundstück des im Krieg zerstörten Lehrervereinshauses das Haus des Lehrers mit der angrenzenden Kongresshalle errichtet.

   

            1908 Das Lehrervereinshaus                    2005 Das Haus des Lehrers und Kongresshalle

Die Idee eines „sozialistischen“ Platzes


 Im Frühjahr 1964 war vom Ost-Berliner Magistrat ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Alexanderplatzes ausgeschrieben worden. Teilnehmen durften sechs Architekturkollektive.

1964  Entwurf zur Neuegestaltung des Zentrums um den Alexanderplatz hier Modelfoto vom 1.Preis

1965 begann südwestlich des Bahnhofs Alexanderplatz der Bau des Fernsehturms, für den die noch erhalten gebliebenen Reste der Alt-Berliner Innenstadt rund um die Marienkirche abgerissen worden waren. Im März 1966 begann die Umsetzung der Neubauplanung des Alexanderplatzes selbst auf der Grundlage des Architekturwettbewerbs . Im darauffolgenden Jahr wurden alle Straßenbahnlinien vom Platz entfernt und umgelegt. Auf der nordwestlichen Platzseite entstanden bis 1969 das Centrum-Warenhauses und das 120 Meter hohe Interhotel. In der gleichen Zeit entstand auf der Nordseite das zehngeschossige Haus der Elektroindustrie, sowie 1970 das Haus der Statistik und 1971 das siebzehngeschossige Haus des Reisens. 1969 wurde der gesamte Platz neu gestaltet. Durch Walter WomackasBrunnen der Völkerfreundschaft und Erich JohnsUrania-Weltzeituhr sollte der Platz mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Sie wurden schon bald zu beliebten Treffpunkten der Berliner und ihrer Touristen. Damit war die bauliche Fassung und Umgestaltung des Alexanderplatzes im Sinne einer sozialistischen Stadtplanung fertiggestellt. Die Platzfläche war mit 80.000 Quadratmetern mehr als viermal so groß wie vor dem Zweiten Weltkrieg (18.000 m²).

  

1970 Alexanderplatz oben  Centrum- Warenhaus , mit

dem Brunnen der Völkerfreundschaft

Planungen nach der Wende


Nach der Wende entsprach die sozialistische Stadtplanung und Architektur der 1970er-Jahre nicht mehr den aktuellen Vorstellungen einer innerstädtischen Platzsituation. Investoren verlangten Planungssicherheit für ihre Bauvorhaben.1993 fand daher ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für Architekten zur Umgestaltung des Platzes und seiner näheren Umgebung statt. In der ersten Phase gab es 16 Einsendungen, von denen fünf im April 1993 für die zweite Phase des Wettbewerbs ausgewählt wurden. Diese fünf Architekten mussten ihre Pläne an detaillierte Anforderungen anpassen. Beispielsweise war nun die Rückkehr der Straßenbahn auf den Alex geplant, und die Umsetzung der Pläne in mehreren Stufen musste ermöglicht werden. Der am 17. September 1993 ermittelte Gewinner war der Berliner Architekt Hans Kollhoff, der, an den Behrens-Entwurf angelehnt, eine hufeisenförmige sieben- bis achtgeschossige Bebauung mit 150 Meter hohen Türmen mit 42 Geschossen im Außenbereich vorsah. Das Alexanderhaus und das Berolinahaus – beide unter Denkmalschutz – bilden dabei die südwestliche Begrenzung. Den zweiten Platz belegte der Entwurf von Daniel Libeskind und Bernd Faskel. Den dritten Platz belegt das Architekturbüro Kny & Weber, das sich stark an der Hufeisenform Wagners orientierte. Der Entwurf von Kollhoff wurde als Grundlage für Bebauungspläne am 7. Juni 1994 vom Berliner Senat beschlossen.

Im Jahr 1995 schloss zunächst die Landesbank Berlin die Sanierung des Alexanderhauses ab. 1998 fuhr die erste Straßenbahn wieder über den Alexanderplatz, und 1999 wurden mit den Grundstückseigentümern und den Investoren die städtebaulichen Verträge für die Umsetzung der Pläne von Kollhoff und Timmermann unterzeichnet. Am 2. April 2000 schrieb der Senat endgültig den Bebauungsplan für den Alexanderplatz fest. Die Kaufverträge zwischen Investoren und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unterzeichneten beide Seiten am 23. Mai 2002, womit die Grundlagen für den Umbau geschaffen worden waren.

 - 2004 begann der Umbau des Centrum Warenhauses durch den Berliner Architekturprofessor Josef Paul Kleihues und dessen Sohn Jan Kleihues. Seit der Wende wird es als Galeria Kaufhof betrieben.

- 2005 wurde mit den Arbeiten zur Verlängerung der Straßenbahnlinie von der Prenzlauer Allee zum Alexanderplatz (Alex II) begonnen.

- Im Februar 2006 begann die Neugestaltung der begehbaren Platzfläche.

- Am 12. September 2007 eröffnete das Einkaufszentrum Alexa, das sich in unmittelbarer Nähe des Platzes an der Stelle des ehemaligen Berliner Polizeipräsidiums befindet. Mit 56.200 m² Verkaufsfläche gehört es zu den größten Einkaufszentren Berlins.

- Seit Anfang 2007 errichtet das Bauunternehmen Wöhr + Bauer eine Tiefgarage mit drei Ebenen unter der Alexanderstraße zwischen dem Hotelhochhaus und dem Haus der Elektroindustrie, die etwa 25 Mio. Euro kosten und Platz für 650 Autos bieten wird.

Siehe meine Seite : http://aahh-bernds-berlin.npage.de/ausgrabungen_am_alex_53684362.html

 

  

 Die Zukunft des Platzes


Langfristig ist der Abriss des 120 Meter hohen ehemaligen Interhotels „Hotel Stadt Berlin“ (heute „Hotel Park-Inn“) und die Errichtung dreier Hochhäuser an dieser Stelle geplant.   

     

                                             

Der bisherige Hauptmieter der Sockelbebauung Saturn zog im März 2009 in „die mitte“, somit steht die Sockelbebauung größtenteils leer.Der vom Land Berlin und den Investoren genannte Termin 2013 für die Fertigstellung der 150 Meter hohen Hochhäuser scheint aufgegeben; das Land Berlin hat verlauten lassen, die entsprechenden städtebaulichen Verträge nicht gegen den Markt durchsetzen zu wollen. Von den einst 13 geplanten Hochhäusern blieben nach Modifikationen der Pläne zehn übrig, für acht existiert derzeit Baurecht.Hinter dem Handelshaus ist ein 150 m hoher Turm mit Hotel und Appartements geplant, dessen Baustart für 2011 angelegt ist.

 Das ist das Model des Alexanderplatzes und ich hoffe die Investoren bekommen nie die Kohle zusammen,

um dieses Projekt umzusetzen.  Meine Mutter würde sagen :

                   " Mein Jott Alex  , wie haste diir faendert ,

                    aber dee bist nisch scheener jeworden !!!"

 

Hallo Mutti , die Bauleute Berlins haben dich nicht erhört und ich bin zu klein, um es zu verhindern, sie entstellen die Stadt weiter !!!!

 

 

Neues Kaufhaus am Alex:

"Alea 101"


Begonnen 2012 

 

 

 

 

Das Alexa war noch nicht die letzte Bausünde am Alexanderplatz. Jetzt kommt "Alea 101", ein weiteraus und riesiger Konsumtempel.

Platz mag man den Alexanderplatz eigentlich schon länger nicht mehr nennen, immerhin ist die platztypische offene Weite über die letzten Jahre immer mehr begrenzt worden. Und das auch noch meiner Meinung nach , mit architektonischen Fehlentwürfen. Dachte man bisher, dass das geschmacklose Alexa-Gebäude die letzte Bausünde an diesem Standort war, geht es jetzt in der Rathausstrasse weiter.
Neben dem Fernsehturm auf der Seite des Kinos "Cubix" entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus, dass die C&A-Familie Brenninkmeijer baut. Los geht es bereits in diesem Frühjahr. Hintergrund ist die Geschichte der Firma, die hier vor 101 Jahren (1911) das erste C&A- Kaufhaus der Familie errichtete, daher die Zahl 101 hinter dem Namen "Alea" (lateinisch für Würfel).

 

Das Gebäude wurde zunächst von der staatlichen Handelsorganisation der DDR genutzt und 1974 abgerissen und nun soll es wieder errichtet werden, allerdings nicht als C&A-Filiale. Stattdessen soll es auf vier Geschossen diverse Läden und Maisonette-Wohnungen geben, die vom Berliner Architektenbüros Sauerbruch Hutton entworfen worden sind.

 


Damit nicht genug ist ein ganzer Teil der umliegenden Grünanlagen den Bauplänen zum Opfer gefallen. Und ganz schnell sind 42 Bäume gefällt worden. Und das für einen Einkaufstempel, der an dieser Stelle wohl kaum dringend gebraucht wird.


Hallo Bauherren ich habe bis jetzt erst 39 neu gepflanzte Bäume gezählt und es wurden 42 Bäume gefällt !!!!

2013 Baustelle Alea 101 im Dezember 

2014 Eröffnung Alea 101 September


Deine Meinung  ist uns wichtig zum Gästebuch !!!

http://aahh-bernds-berlin.npage.de/guestbook.html

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

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