Der Gendarmenmarkt Gestern und Heute

Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

Der Gendarmenmarkt Gestern und Heute

Wappen der Friedrichstadt


Der Gendarmenmarkt gehört zu den schönsten Plätzen Berlins. Er wird von drei monumentalen Bauten beherrscht: dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Konzerthaus (ehemals Schauspielhaus). Die wechselhafte Geschichte des Gendarmenmarkts lässt sich bis in das 17. Jahrhundert verfolgen– und jede einzelne historische Phase hat ihre Spuren bis heute hinterlassen.

 


Geschichte

Der Platz entstand ab 1688 nach Plänen von Johann Arnold Nering als Teil der Friedrichstadt, die Kurfürst Friedrich III., der spätere König Friedrich I. in Preußen, Ende des 17. Jahrhunderts anlegen ließ. In diesem historischen Viertel siedelte sich ein Großteil der französischen Einwanderer (Hugenotten) an, denen der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg mit dem Edikt von Potsdam im Jahr 1685 den Schutz ihrer religiösen Freiheit und volles Bürgerrecht zugesichert hatte.

Die historische Friedrichstadt im heutigen Berlin

König Friedrich I. wies sowohl der lutherischen als auch der französisch-reformierten Gemeinde je eine Stelle auf dem Platz zum Kirchenbau zu: im Norden für die Französische Friedrichstadtkirche und im Süden für die Deutsche Kirche. Beide Kirchenbauten entstanden nach 1701, allerdings ohne die später angebauten Türme.

   

1710 Die Französische Kirche und die Deutsche Kirche am Mittelmarkt

Das neue bauliche Zentrum des Platzes sollte auf dem mittleren Platzsegment ein neuer Theaterbau bilden, der 1774 für die Französische Komödiantentruppe errichtet wurde. Dieses von Georg Christian Unger entworfene und unter Leitung Georg Friedrich Boumanns (1737- nach 1812) über rechteckigem Grundriss errichtete Gebäude ordnete man an der westlichen Platzgrenze zwischen den beiden Kirchen an.

1782 Kleines französisches Komödientheater

Das als bescheiden zu bezeichnende Haus erhielt eine spätbarocke Tempelfassade an seiner nach Osten weisenden Eingangsfront.

 Als weit grandiosere, durch Friedrich II. veranlasste Maßnahme zur städtebaulichen Aufwertung des Platzes und seines Umfeldes ist die Errichtung der Turmbauten zu betrachten, die zwischen 1780 und 1785 nach Plänen von Gontard und unter Leitung Ungers und Boumanns den beiden Kirchen jeweils östlich vorgelagert worden sind.

Die über kreuzförmigem Grundriss errichteten Turmbauten erhielten eine spätbarocke Fassadengestaltung, die strenger Zentralsymmetrie unterworfen war. Die hohen Säulenhallen, die den drei freien Seiten der Türme angelagert wurden, bildeten mit ihren von je sechs korinthischen Säulen getragenen Dreiecksgiebeln das den Platz prägende Architekturmotiv, das in deutlich zurückhaltender Ausformung auch die Hauptfront des Komödienhauses zierte.

   

1800 Der Gendarmenmarkt links und 1821 Der Gendarmenmarkt rechts
 

 

1781 Einsturz Turm des deutschen Doms

Es dürfte kaum Augenzeugen gegeben haben an diesem fatalen 28. Juli, nur rund um den Gendarmenmarkt werden sie wohl aus den Betten gefallen sein. 1781 war Berlin noch alles andere als eine Stadt, die niemals schläft, und nachts um drei ist der Schlaf besonders tief. Doch so könnte es gewesen sein: ein Knirschen, Knistern, Knarren, das sich rasch zum Donnern steigert, Risse im Mauerwerk, die sich blitzartig verbreitern, erste herausplatzende Ziegelsteine, bis die ganze, der Platzmitte zugewandte Seite des Deutschen Doms unter Getöse in einer riesigen Staubwolke in sich zusammensackt. Bis zum Gesimse unterhalb der Säulentrommel waren die Bauarbeiten gediehen, nun musste man von vorn anfangen, den zu schwach ausgelegten Turmschaft komplett abtragen und den des Französischen Doms gleich mit.

 Ursprünglich als Markt angelegt, hieß der Platz im 17. Jahrhundert Linden-Markt, im 18. Jahrhundert bis 1786 Mittelmarkt bzw. Friedrichstädtischer Markt, danach Neuer Markt. Seinen heutigen Namen erhielt er 1799 in Erinnerung an die Stallungen des Kürassierregiments der „Gens d'armes“, die der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. 1736 hier errichten ließ.

  

2014 Der Französische Dom

 

2014 der Deutsche Dom


Um den Gendarmenmarkt

  

1880 Hotel de Brandebourg Charlottenstrasse 59 links abgerissen 1885, dafür Neubau Geschäftshaus 1890 Charlottenstrasse 59 Ecke Mohrenstrasse rechts

Um den Platz herum lagen die Wohnhäuser hoher Beamter des Königs, staatliche Behörden, aber auch bedeutende Hotels, darunter das Hotel de Brandebourg.

Der Gastwirt Carl Friedrich Krause erwarb 1799 das Haus von der Witwe Renelle und richtete hier den Gasthof ein, der zu den Ersten der Stadt zählte. Dessen Sohn Wilhelm Krause führte den Gasthof weiter, der 1834 als "ein seit Jahren wohlbekanntes Hotel mit einer großen Anzahl gut eingerichteter Logir-Zimmer, Remisen und Stallung" erwähnt wird.

 

1880 Charlottenstr.59 Ecke Mohrenstrasse Hotel de Brandenbourg

1885 Der Mittelrisalit des Hotel de Brandenbourg

Friedrich der Große, der Sohn des „Soldatenkönigs“, ließ die Stallungen im Jahr 1773 abreißen, und der Platz erhielt nach den Plänen von Georg Christian Unger eine einheitliche Umbauung mit dreigeschossigen Häusern.

Auf dem Stich von Calau ist sehr schön der Verlauf der Charlottenstraße von Süden her gesehen, das Bild dürfte um 1825 entstanden sein. Gleich vorn stand das Ammonsche Palais, das durch Unger 1781 für den Königlichen Kammerherrn Christoph von Ammon erbaut wurde, einst Charlottenstraße 42 (heute 59) / Ecke Mohrenstraße. Obwohl es diese pompöse Fassade hatte, war es ein ganz normales Mietshaus, bis es zum Hotel umgebaut wurde.

1890 An der Ecke Charlottenstraße 60 Mohrenstr 21-22 standen ursprünglich kleine Häuser von ca. 1780

  

1890 Mohrenstr25-26                                    1890 Mohrenstrasse 25 mit schöner Wandmalerei

1890 Ausschnitt Wandmalerei Mohrenstrasse 25

Es folgt die Taubenstraße und dort an der Ecke war das Haus in dem der Dichter, Maler, Komponist, Regisseur und Jurist E. T. A. Hoffmann seine letzte Wohnung in Berlin hatte. Es trug die Hausnummer Charlottenstraße 56 / Ecke Taubenstraße 31 und gehörte in dieser Zeit dem Geheimen Oberbaurat und Professor an der Bauakademie M. von Alten.


Diesem Gebäude folgte wohl um 1874 der 1904 von F. A. Schwartz abgebildete Bau. Friedrich Ferdinand Albert Schwartz war immer dann zur Stelle, wenn irgendwo etwas abgerissen wurde.

1906-07 wurde dieses Haus wiederum vom noch existierenden Haus von Hugo Sonnenthal ersetzt, eines der wenigen in der Friedrichstadt erhaltenen Häuser im Jugendstil.

2014 Charlottenstrasse 56

An der nächsten Ecke, der Jägerstraße befand sich einst das Französische Waisenhaus, hier auf einem Foto 1865 von F. A. Schwartz:

1874 Charlottenstrasse 55 Französisches Waisenhaus

 

1910 Abriss des Hauses Charlottenstr 55, Ecke Jägerstrasse

1880 wir überqueren im Geiste die Französische Straße und befinden uns vor einem der Gontardschen Häuser, dem Haus Charlottenstraße 49, in dem die Weinhandlung und Lokal Lutter & Wegner war. Foto von F. A. Schwartz.

1910 Das kleine Nachbarhaus aus der Entstehungszeit der Friedrichstadt in der Französischen Straße musste einem Neubau weichen und auch das Haus Charlottenstraße 49 hat einige Änderungen am Dach erfahren müssen, die Schornsteine mussten verlängert werden, da die Öfen wohl wegen des benachbarten Neubaus nicht mehr so gut zogen.

1936 Eingang Weinkeller Luther & Wegner

1930 Abgang in den Weinkeller Luther & Wegner

 

1936 Charlottenstasse 49 Blick in einen Teil des urigen Lokals links und 1945 alles in Trümmern rechts .

Aber der Laden lief noch eine Weile weiter:

 


Zwischen den beiden Kirchen wurde ein kleines französisches Komödientheater gebaut. Es wurde in den Jahren 1800 bis 1802 durch ein neues Nationaltheater mit 2000 Sitzplätzen ersetzt.

1815 Nationaltheater am Gendarmenmarkt

Dieses vom Architekten Carl Gotthard Langhans geschaffene Theater brannte 1817 ab. Karl Friedrich Schinkel lieferte die Pläne für das an seiner Stelle im Jahr 1821 fertiggestellte königliche Schauspielhaus, das heutige Konzerthaus, das den Mittelpunkt dieses einmaligen Ensembles bildet. Das in klassizistischen Formen durchgebildete Gebäude entstand auf den Fundamenten des Vorgängerbaus.

1821 Das Königliche Schauspielhaus

Der Gendarmenmarkt war auch Ort des wechselhaften politischen Geschehens in Berlin: Die Revolution von 1848/1849 kündigte sich schon 1847 auf dem Gendarmenmarkt durch die sogenannte „Kartoffelrevolution“ an, einen Aufruhr gegen gestiegene Lebensmittelpreise.

1829 Schauspielhaus Einfahrt 

  1829 Schauspielhaus Einfahrt links und 1853 Wachposten am Weihnachtsabend rechts

 

Das Königliche Schauspielhaus

Die in den Barrikadenkämpfen während der Märzrevolution von 1848 Gefallenen wurden auf den Stufen des Deutschen Doms feierlich aufgebahrt. Ab September 1848 tagte die Preußische Nationalversammlung mehrere Wochen im Großen Saal des Schauspielhauses.

 

Das Schiller-Denkmal Gendarmenmarkt

Das Denkmal für Friedrich Schiller vor dem Schauspielhaus ist eine Auftragsarbeit an Reinhold Begas. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 10. November 1859 anlässlich des 100. Geburtstags des Nationaldichters Friedrich Schiller, zwölf Jahre später die Einweihung. Zwischen 1871 und 1936 hieß dieser Teil des Gendarmenmarkts Schillerplatz.

 

Im Jahr 1936 wurde das Schillerdenkmal entfernt sowie die gärtnerischen Schmuckanlagen vor dem Schauspielhaus beseitigt und durch das heute noch vorhandene großflächige Muster quadratischer Platten ersetzt. Die Umgestaltung repräsentativer Plätze im Zentrum Berlins während der nationalsozialistischen Herrschaft – neben dem Gendarmenmarkt betraf dies den Lustgarten und den Wilhelmplatz – diente vor allem dazu, Aufmarschplätze für propagandistische Veranstaltungen zu schaffen. Auf dem Gendarmenmarkt fanden beispielsweise sogenannte Weihen von „Pimpfen” (Deutsches Jungvolk) zur Aufnahme in die Hitlerjugend statt.

Auf dem zerbombten Platz fand 1948 ein Konzert des Alexandrow-Ensembles, des berühmten sowjetischen Soldatenchors und -Orchesters, statt.

1948 Das Alexandrow-Ensembles singt Kalinka auf dem Gendarmenmarkt

Am 2. Oktober 1990, dem Vorabend der Deutschen Wiedervereinigung, fand hier der letzte Staatsakt der DDR-Regierung unter Lothar de Maizière mit der Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie unter Kurt Masur statt.

Der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Platz wurde 1950 anlässlich der 250-Jahr-Feier der 1946 als Deutsche Akademie der Wissenschaften wiedergegründeten Preußischen Akademie der Wissenschaften in Platz der Akademie umbenannt. 1991 erhielt er seinen ursprünglichen Namen zurück.

 

2014 Am Gendarmenmarkt stehen zwei Schnurbäume

Der Japanische Schnurbaum (Styphnolobium japonicum, Synonym Sophora japonica) auch Honigbaum, Schnurbaum, Perlschnurbaum, Japanischer Perlschnurbaum, Japanischer Pagodenbaum oder nach seinen säuerlich schmeckenden Samen Sauerschotenbaum genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler

 

Für mich ist der Gendarmenmarkt ein schöner Platz, aber das heutige Umfeld hat leider nicht mehr den Charme des vorherigen Jahrhunderts und dies ist sehr schade und ein Armutszeugnis unser Architekten und Bauleuten.

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

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