Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

Geschichte des Schlossplatzes und   Ausgrabungen am Schlossplatz


Vor der Befestigung des Schlossplatzes befand sich hier ein Ende der Stechbahn, einer Anlage für Turnierspiele, die Kurfürst Joachim II. 1537 errichten ließ. Nach Beseitigung des Turnierplatzes erinnerte daran die in den Schlossplatz mündende Straße An der Stechbahn, die aber durch eine Veränderung der Bebauung 1866 verschwand.

1690 der Schlossplatz mit Stechbahn Nr.1 Links die alte Dominikaner Kirche ,Nr.2 geradezu die Stechbahn,Nr.3 geradezu Eingang zum Schloss, Nr.4 rechts die Spree , Nr.5 der Turm der Marienkirche , Nr.6 hinter der Stechbahn das Schloss

1700 Der Schlossplatz geradezu die Dominikaner Kirche , rechts das Schloss

1701 Der Schlossplatz

Der Schlossplatz im Jahr 1701 anlässlich des Einzugs des frischen Königs in Preußen, im Vordergrund die Ehrenpforte der Stadt Cölln.

1920 Der Schlossplatz

links das Schloss, rechts der Alte Marstall

   

Das Dominikaner Kloster

  

 

 Das ehemalige Schloß stand zwischen drei Plätzen – dem Lustgarten im Norden, der Schlossfreiheit am Spreekanal im Westen und dem historischen Schlossplatz im Süden.bisher angenommen. Das belegt ein Holzstück aus dem Jahre 1183, welches Archäologen bei Grabungen am Schlossplatz in Mitte gefunden haben. "Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Das neue, frühere Datum ist für die Erforschung der Besiedlung Berlins von großer Bedeutung", sagte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher.

Das Holz wurde etwa dreieinhalb Meter unter dem heutigen Straßenniveau gefunden, es ist schwarz und verkohlt. "Das Haus muss abgebrannt sein", sagte der Archäologe und Grabungsleiter Michael Malliaris. Er hatte das Holzstück entdeckt, nachdem er in etwa drei Metern Tiefe auf Bauspuren gestoßen war.

Gräber geben Aufschluss über die mittelalterliche Bevölkerung

Der Schlossplatz ist einer der Ausgrabungsorte in Berlin, die am häufigsten neue Fundstücke liefern. Aber auch die alte Berliner Stadtmauer verlief möglicherweise am Schlossplatz. Nach ihr suchen die Archäologen ebenso wie nach den Skeletten dreier Kurfürsten, nach denen 1880 schon einmal gegraben wurde. 2010 soll am Berliner Schlossplatz das Humboldt-Forum entstehen, das als offene Begegnungsstätte dienen und internationale Kultur und Kunst präsentieren soll. Bis dahin haben die Archäologen noch Gelegenheit für Entdeckungen, denn in Berlin darf überall dort gegraben werden, wo auch gebaut wird. Rund um die Petrikirche sollen neue Gebäude entstehen. "Archäologische Fenster" werden künftig an verschiedenen Orten der Stadt Einblick in die Frühgeschichte Berlins geben.
 

Die Ur-Berliner hatten wohl genug zu essen ,Wissenschaftler analysieren mehr als 4000 Skelette.

Archäologen haben bei Ausgrabungen in Berlins Mitte die Überreste von mehr als 4000 Menschen entdeckt. In vielen der Gräber seien die Reste von mehreren Menschen gelegen, sagte die Forscherin Claudia Melisch.

"Man kann viele Erkrankungen am Skelett sehen", sagt Archäologin Claudia Melisch. "Nicht zuletzt kann man auch sehen, ob die sich die Zähne geputzt haben oder nicht." Die Forscher mit der Analyse der Knochen noch mehr über die Zusammensetzung der mittelalterlichen Bevölkerung Berlins erfahren.

 

Unter einem Grabungszelt werden gerade behutsam einige Skelette freigelegt.

Die Anthropologin Jeannette Fester wertet die Menschenfunde aus.

Noch können wir keine endgültigen Aussagen machen«, sagt sie,

aber es fällt auf, dass hier mehr junge Erwachsene begraben sind,

als zu erwarten war.« Diese Altersstufe gilt eigentlich als Lebensphase

mit geringer Sterblichkeit. »Das deutet auf eine hohe Anzahl von

 Infektionskrankheiten hin.« Tuberkulose oder Cholera trafen eben auch jene,

die mitten im Leben standen.

 

Auffallend klein waren die Frauen: Im Schnitt gerade 1,47 Meter groß.

 Sogar eine Zwergin von nur 90 Zentimeter Körpergröße ist unter den Toten.

Immer wieder diagnostiziert die Anthropologin schlecht verwachsene

Knochenbrüche, rachitisch verbogene Glieder oder Fälle von Knochentuberkulose.

Fester greift zu einem Schädel, den sie heute gefunden hat:

Vom Nasenbein wuchert der Knochen in die linke Augenhöhle hinein.

 »Das führte zur Erblindung und drückte den Augapfel aus dem Schädel«,

erklärt Fester. An einem anderen zeigt sie eine fortgeschrittene Karies:

Die Entzündung fraß Eiterzysten tief in die Kieferhöhle hinein.

 

Nicht nur blanke Knochen stecken im Boden. »Junge Frauen hatten

 auf dem Kopf oft Totenhauben aus Drahtgeflecht, das mit Blumen

geschmückt war«, erzählt die Anthropologin. Mitunter trugen die Toten

 Ohranhänger, Fingerringe oder ein Kreuz. Zweimal schon stieß man

auf versteinerte Seeigel, die wohl als Talismane dienten.

 »Oft entdecken wir auch Münzen«, ergänzt Claudia Melisch.

»Manchmal wurden die den Toten in den Mund gelegt.« Wozu? »

Die Angst vor Wiedergängern war groß.

Die sollten sich an den Münzen die Zähne ausbeißen.

  
 

Mitte des 16. Jahrhunderts habe sich die Ernährung der Menschen geändert und es sei mehr Zucker sowie Weißmehlprodukte gegessen worden, so die Biologin Jeannette Fester. Dies sehe man an den Zähnen, die deutlich mehr Karies aufweisen sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen. Krankheiten seien vermutlich mit Hausmitteln behandelt worden und Kranke wohl zu einer Kräuterfrau gegangen. "Insgesamt zeichnet sich bisher ein relativ geringes Vorkommen von Mangelerkrankungen ab", sagt Fester. "Was natürlich sehr spannend ist. Die Versorgung scheint nicht so schlecht gewesen zu sein in Cölln. Anders als vielleicht erwartet."


 

Das Dominikanerkloster Cölln war ein Kloster der Dominikaner in der ehemaligen Stadt Cölln, der Schwesterstadt von Berlin. Es zählte zur Provinz Teutonia des Ordens.

Das Kloster wurde erstmals 1297 erwähnt. Ab dem Jahre 1443 wurde das Berliner Schloss in Nachbarschaft zum Kloster errichtet. Zum Kloster zählte ein Wohnturm, ein Klosterfriedhof und eine dreischiffige Hallenkirche aus der Zeit bis 1350 mit den Abmessungen 22 mal 64 Meter.

Die Kirche wurde ab 1536 als Domkirche der Hohenzollern genutzt und der Turm auf dem Gelände wurde zum Glockenturm ausgebaut. Joachim ließ ein kurfürstliches Erbbegräbnis errichten und die Überreste seines Vaters und seines Großvaters aus dem Kloster Lehnin überführen.

Ausgrabung Schlossplatz

Archäologen untersuchen auf dem Gelände des Berliner Schloßplatzes seit 2008 auch die Fundamentreste des Klosters Grabungsleiter ist Peter Fuchs.

  

Die Gebeine gehören zu Gräbern rund um die einstige Petri-Kirche

  

 Auch Reste der Kirche selbst wurden gefunden

Welches Geheimnis bewahren die Toten?

Strikte Verschwiegenheit. Aus Angst vor Grabräubern. Doch der sensationelle Fund blieb nicht geheim.

Dr. Peter Fuchs und sein Archäologenteam haben bei Ausgrabungsarbeiten auf dem Schlossplatz (Mitte) einen sensationellen Fund gemacht: Särge, die rund 300 Jahre alt sind. Zwei davon aus Zink und mit Löwenköpfen verziert.

„Wir stießen auf eine Gruft. Sie liegt in etwa zwei Metern Tiefe. In unmittelbarer Nähe des ehemaligen Dominikanerklosters. Wir datieren sie auf das Ende des 17. Jahrhunderts“, erklärt Fuchs.

Er spricht von sechs Erwachsenen- und zwölf Kindersärgen, in denen die Toten bestattet wurden.

„Wahrscheinlich wohlhabende Bürger, Adlige, Militärs und deren Angehörige.“

Die Zinksärge sind über die Jahrhunderte verrottet, müssen vorsichtig aus der Gruft gehoben werden. Per Blockbergung.

„Dabei wird der Sarg samt einem Teil der Erde, auf der er steht, aus der Gruft gehievt. Insgesamt werden das zweieinhalb Tonnen Gewicht. Anders können wir den Sarg nicht bergen. Das Metall würde zerfallen“, so der Archäologe.

Anfang April 2009 wurden vier der Särge als Block geborgen und an die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) transportiert werden. Hier werden sie als laufendes Projekt über mehrere Semester von Studenten des Studienschwerpunkts Konservierung und Restaurierung von Archäologisch-Historischem Kulturgut freigelegt, konserviert und restauriert.

Danach folgt die wissenschaftliche Untersuchung der Gebeine, um das Geheimnis der Toten zu enträtseln, um mehr über ihr damaliges Leben (siehe Kasten) und ihren Tod zu erfahren: Wie alt wart ihr? Seid ihr eines natürlichen Todes oder an einer Krankheit gestorben? Wie habt ihr euch ernährt ?

Sind diese Untersuchungen abgeschlossen, werden die Gebeine wieder auf einem Friedhof bestattet.

  

 

1904 Schlossplatz in Richtung Alexanderplatz

1920 Schlossplatz in Richtung Alexanderplatz

Links erkennt man des Stadtschloss, auf der rechten Seite das Gebäude mit der neo-barocken Fassade ist der Neue Marstall, ein zwischen 1897 und 1901 entstandenes Gebäude für die Unterbringung der Reit- und Kutschpferde des kaiserlichen und königlichen Hofes.

2014 Februar Der Schlossplatz mit Blick auf die Baustelle neues Berliner Schloss

und Humboldt Forum rechts Rotes Rathaus und der Neue Marstall

1894 Abriss der Schlossfreiheit davor sehen wir das Restaurant Helms

2014 Juni Der Schlossplatz mit Blick auf die Baustelle neues Berliner Schloss

2014 September Der Schlossplatz mit Blick auf die Baustelle neues Berliner Schloss

und Humboldt Forum

2015 August Der Schlossplatz mit Blick auf die Baustelle neues Berliner Schloss

und Humboldt Forum 

Hier links vor dem Schloss soll das Denkmal der deutschen Einheit entstehen auf den Fundamenten des National-Denkmal Kaiser Wilhelm I 

1950 Kaiser-Wilhelm Denkmal Abriss  Begas größter Auftrag. Sein größtes Werk. Die größte geschlossene Denkmalanlage in Europa 1897

  Gestern 1889-1897                                                      Zukunft ????

Der Bau des seit 2007 geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin wird schwieriger als bisher bekannt. Ein Grund sind auf dem Sockel am Schlossplatz entdeckte Mosaiken aus der Kaiserzeit, die sichtbar bleiben sollen.

Nur wann ist Eröffnung des Denkmals ? Geplant war die Eröffnung für 2013, dann 2014, dann 2015 und nun ..... Im Sockel wurden nämlich Fledermäuse entdeckt, die dort leben.

Wasser-Fledermäuse behindern am Schlossplatz den Bau des Einheitsdenkmals. Sie sollen für viel Geld umgesetzt werden. Nicht jeder hat Verständnis. Sollten wir nicht unsere wenigen Denkmäler unserer Geschichte erhalten, haben nicht die Zuständigen der damaligen DDR-Regierung schon nicht genug Schaden angerichtet ?

    

2014 Unterwelt Sockel Denkmal Kaiser-Wilhelms

2014 Unterwelt am Schlossplatz unter dem Sockel des Denkmals Kaiser Wilhelms

    

2014 Unterwelt am Schlossplatz: Der Sockel des Denkmals Kaiser-Wilhelms mit neu montierten Fledermauskästen des Naturbund Berlin-Brandenburg

Ich schließe mich der Petition an den Kulturstaatsminister an und bin dafür Mosaike auf der Schlossfreiheit sichern und das Einheitsdenkmal vor den Reichstag!

Bitte schließe Dich der Petition an den Kulturstaatsminister an :

https://www.openpetition.de/petition/online/mosaik-auf-der-schlossfreiheit-sichern-und-das-einheitsdenkmal-vor-den-reichstag

 Vielen Dank es hat genützt , heute 13.04.2016 ist es beschlossen das Einheitsdenkmal kommt nicht und das ist auch gut so , nicht gegen ein Denkmal der Einheit aber nicht an dieser Stelle !!!

Nun werden auch die gesamten Sockelsteine und Platten des ehemaligen Denkmal an der Schlossfreiheit abgetragen.Wo kommen die denn nun hin ?

                            

 

 

 

Abgeordnete beschließen Bau des Einheitsdenkmals Juni 2017 

Nach jahrelangem Streit soll das Denkmal zur Erinnerung an die friedliche Revolution in der DDR bis 2019 gebaut werden. Das Projekt kostet mehr als ursprünglich geplant erst 10 nun 15 Millionen Euro.

Der Bundestag hat sich mit klarer Mehrheit für den Bau des Einheitsdenkmals in Berlin entschieden. Auf Antrag von Union und SPD soll das Projekt noch vor der Bundestagswahl auf den Weg gebracht werden. Auch die Grünen unterstützten das Vorhaben. Die Linken stimmten dagegen. Nach dem Willen der Abgeordneten soll das Projekt "Bürger in Bewegung" bis 2019, dem 30. Jahrestag der Wende in der DDR, fertiggestellt werden. Das geplante Denkmal besteht aus einer 50 Meter langen, begehbaren Schale, die im Zentrum Berlins nahe des neu aufgebauten Stadtschlosses entstehen soll. Sie soll an die friedliche Revolution von 1989 und die Wiedervereinigung 1990 erinnern.

Ich habe nichts gegen eine Denkmal der Einheit, aber nicht an diese Stelle der Stadt Berlin.

 

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

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