Köpenick der Bezirk Gestern und Heute

Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

 

 

 Der Stadtbezirk Köpenick

Gestern und Heute

 

        

          

       1833 Köpenick

      

              2009 Luftbild Köpenick die Schlossinsel    

1950 Bau der Dammbrücke

                                                             

Die Geschichte des heutigen Köpenick reicht weit in die Vergangenheit zurück. Am Zusammenfluß von Spree und Dahme hatten sich einige Talsandinseln gebildet, die ständig oder periodisch von Armen der beiden Ströme umflossen wurden. Unmittelbar im Mündungsbereich der Dahme erstreckte sich eine Talsandinsel annähernd in Nord-Südrichtung in der Dahme von etwa 600 m Länge und 50-150 m Breite. Sie teilte die Dahme in einen westlichen und einen östlichen Mündungsarm, der nur noch als Rest im sogenannten Frauentog erhalten geblieben ist, während der westliche Arm heute das Dahmewasser abführt. Auf älteren Karten findet sich die ehemalige Fortsetzung des Frauentoges als alter Dahmearm angedeutet in der Art der Bebauung der Köpenicker Altstadt. Baugrunduntersuchungen ließen diesen Arm im Profil eindeutig als 6-8 m tiefen Flußarm erkennen, der allmählich versumpft ist und im Mittelalter und in neuerer Zeit schließlich zugeschüttet wurde. Die Köpenicker Altstadt ist folglich im Verlaufe des Mittelalters aus zwei sich in Nord-Südrichtung erstreckenden Inselkernen entstanden.

Die frühzeitliche Besiedlung

Archäologische Ausgrabungen, welche Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften in den Jahren 1955 bis 1958 vornahmen, belegen, daß die oben beschriebene langgestreckte Insel (die heutige Schloßinsel, die damals noch mit der Altstadtinsel zusammenhing) erstmals am Ende der jüngeren Steinzeit besiedelt wurde. Dieser offenbar nicht allzu starken Besiedlung folgte eine dichtere in der jüngeren Bronze- und frühen Eisenzeit. Die Siedlung hatte eine Längsausdehnung von mindestens 400-500 m und eine Breite von 50-150 m, d.h., sie umfaßte nahezu die gesamte Köpenicker Insel. Später sollen sich auch die germanischen Semnonen in Köpenick für einige Jahrhunderte niedergelassen haben, ehe sie sich auf ihre Völkerwanderung begaben.


 

um 720
Zwei Slawenstämme siedeln sich im Berliner Raum an.
An der Havel die Heveller (Mittelpunkt "Brennabor", die spätere Stadt Brandenburg) und an der Spree die Sprewanen mit Köpenick als Zentrum. Ein weiterer von den Hevellern an der Havel errichteter Herrensitz ("Spandow" = Spandau) mit seiner danebenliegenden Siedlung ist die erste "städtische" Siedlung im Berliner Raum. Bis ins frühe 11. Jhdt. bleiben die um 825 befestigten Burgsiedlungen Spandau und Köpenick hier die größten Wohnplätze.


um 825
Eine Burganlage wird errichtet und um 925 erneuert.
am Ende des 10. Jahrhunderts
Die Burganlage wird zerstört und eingeebnet und es entsteht auf der Insel eine große befestigte Siedlung, die der slawische Fürst Jaxa de Copnic zu seinem Sitz macht.

Die Burganlage  ca. im Jahre 710 auf

der heutigen Schlossinsel  

 In slawischer Zeit existierte hier wohl schon seit dem 7. Jahrhundert eine Burg, der mehrere Anlagen folgten. Diese Burgen wurden sehr oft angegriffen und dann wohl auch teilweise zerstört. Dies konnte man eindeutig im Fundmaterial erkennen, als man in den vergangenen Jahren bei Bauarbeiten in dem Schlosspark auf diese alten Besiedlungsspuren stiess. Im 10. Jahrhundert gab es hier eine kleinere Burganlage, die aber bald darauf zerstört wurde, wahrscheinlich schon durch die früh einsetzende versuchte Ostkolonisierung der Deutschen. Um 1100 herum wurde wieder eine Burganlage errichtet, diesmal aber von größerem Umfang. Diese entwickelte sich zum Stammesmittelpunkt der Spewaner. Wahrscheinlich gehörte sie bis zum Jahr 1133 zu Polen. Der Fürst der Burg war "Jaxa von Köpenick", der im Jahr 1157 in einem entscheidenden Gefecht bei Brandenburg an der Havel "Albrecht dem Bär" unterlag. Daraufhin zog sich "Jaxa" wieder nach Köpenick zurück. Wie lange dann die Burg noch der deutschen Ostkolonisierung standhalten konnte, ist nicht mehr feststellbar. Spätestens um 1178 wurde sie von wettinischen Deutschen endgültig erobert. Von den Wällen der einstigen Burganlagen ist vor Ort nichts mehr erhalten. 

 1157
Jaxa de Copnic wird durch Albrecht den Bären vertrieben, nachdem die waffenmäßig schlecht ausgerüsteten Slawen in einer Entscheidungsschlacht an der Havel unterliegen.

          

Jaxa de Copnic                                     Albrecht der Bär

zwischen 1150 und 1200
Die letzte slawische Befestigung wird zerstört. Brandschichten lassen auf eine gewaltsame Zerstörung schließen. Die Wettiner errichteten eine neue Burg auf der Insel.


10.02.1209
Köpenick wird in einer einer Urkunde, die Konrad II. Markgraf von Meißen ausstellt, erstmals erwähnt.



um 1232
Köpenick erhält das Stadtrecht und eine Dotation von 44 Hufen Ackerland (ca. 1.400 Morgen) jenseits der Spree zugewiesen, diese bilden den Grundstock für die Entwicklung des Gemeinwesens zum Ackerbürgerstädtchen.
Allmählich entsteht eine zur Burg führende Straßensiedlung, die spätere Schloßstraße und heutige Straße Alt-Köpenick.

  

Ansichten Köpenick um 1840



Ansichten Köpenick um 1840


 

2016 Der Tonnenhof mit Traditionszimmer

2016 Der Rundsockelmeilenstein soll restauriert werden und

sollte am Messpunkt auf dem Grundstück stehen bleiben in voller Schönheit !

Und am Tag des offenen Denkmals am 10. und 11.09.2016 lädt die

Marinekameradschaft 1990 euch zur Besichtigung ein.

Herzlich Willkommen !!


1245


Auf der Schloßinsel wird von den Askaniern einen Vogt eingesetzt, dessen erste Amtshandlung darin bestand, die slawischen Bewohner zum Verlassen der Insel zu zwingen, die mit deutschen Kolonisten besiedelt wurde. Er wies ihnen als neue Wohnstätte das rechte Dahmeufer, den heutigen Kietz zu.

  

Ansicht Oben 1880 , Mitte 2009 und Unten Kietz 1976 

 

  

1900 Köpenicker Kietz

1910 Köpenicker Kietz

  

Der Kietz 2009, eine der schönsten Strasse Köpenicks
 


1298
Die Wasserzollrechte werden für "220 Pfund brandenburgischer Pfennige", an die Stadt Berlin abgegeben. Köpenick wird als ,,oppi-dum“ bezeichnet während 100 Jahre später die Bezeichnung ,,civi-tas“ auftaucht.

1323
Köpenick tritt dem Märkischen Städtebund bei.

2. Juli 1325
Köpenick erwirbt unter Kaiser Ludwig IV. die Bestätigung seiner de facto seit 1232 bestehenden Spandauer Stadtrechte.


1355
Der Kietz wird erstmals urkundlich erwähnt.

1375
Im Landbuch Kaiser Karls IV. werden Rahnsdorf und Schmöckwitz erwähnt.

1405
Der Raubritter Dietrich von Quitzow bemächtigt sich sowohl der Burg als auch der Stadt Köpenick und ebnet einer erheblichen Ausweitung der städtischen Rechte den Weg, indem er 1409 dem Rat von Köpenick die Gerichtsbarkeit über seine Bürger verleiht.



1412
Kurfürst Friedrich I. erwirbt das vor den Toren Berlins gelegene Köpenick und die Burg.

1424
Der Kurfürst billigt den Köpenickern das Recht zu, einen Markt abzuhalten um dadurch der herrschenden Armut zu begegnen.

1451
Die Nachfolger des Kurfürsten verleihen den Fischern am rechten Dahmeufer die "Fischereigerechtigkeit".

1478
Ein Brand zerstört viele Häuser.

1571
Die Bauarbeiten des an der Stelle der Askanierburg errichteten Renaissance-Jagdschloßes werden vollendet.

Jagdschloss Baubeginn etwa 1558

1573

Es werden lediglich 90 Bürgerstellen gezählt. Die ersten Innungen entstehen.


 

1618

Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. Die kriegführenden Parteien pressten die Bürger aus,

steckten viele ihrer Häuser in Brand. König Gustav Adolf von Schweden nahm zeitweilig Quartier

im Köpenicker Schloss. Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges lebten in der Stadt Köpenick und

im Kietz nur noch 27 der ursprünglich 91 Bewohner, ein Großteil der Häuser war verschwunden.

 

 

 

Umbau und Anbauten des Schlosses 1677-1685 für König Friedrich I. in Preußen

1669

Der Bau des Friedrich-Wilhelm-Kanals, dem heutigen Oder-Spree-Kanal wird abgeschlossen und

Köpenick liegt nun an einer überregional bedeutsamen Wasserstraße. Im gleichen Jahr wird auch

der Neubau der Langen Brücke abgeschlossen.

 

Diese aus 70 Jochen bestehende Holzbrücke wird erst 1890 durch die heutige Konstruktion ersetzt.

Friedrich Wilhelm schenkt seinen Söhnen Karl ,Emil und Friedrich Amt und Schloss Köpenick.

1677

 

Kurfürst Friedrich Wilhelm gibt den Auftrag, ein neues Schloss im Barrockstil zu errichten. Die auf

das Schloss führende Hauptstraße , heute die Straße Alt-Köpenick, wird begradigt und wesentlich

verbreitert. Alle alten und baufälligen Häuser in der Grün- und Schlossstraße werden abgetragen.

Mit direkter Ausrichtung auf den Mittelteil des Schlosses erfolgte der Bau der Allee nach

Glienicke sowie die Anlage des über die Lange Brücke nach Berlin führenden Weges, der

heutigen Oberspreestraße. 

 

Das Schloss nach der Restaurierung 2007

29. Oktober 1685

Edikt von Potsdam

 

Auf diese Weise kommen zahlreiche Seidenweber und Tuchmacher aber auch Bierbrauer,

Advokaten und Mediziner, die zum wirtschaftlichen Aufschwung Köpenicks beitragen.

Gegen 1700

Die Bevölkerungszahl hat dank der Unterstützung durch die Zuwanderer annähernd den

Vorkriegsstand von ca. 100 Einwohnern erreicht. Der anhaltende Zustrom sorgte dann auch

schon bald für die erste Stadterweiterung.

1705

Köpenick erhält von König Friedrich I. das Privileg, drei Jahrmärkte veranstalten zu dürfen. Die

Stadt entwickelte sich erfolgreich zu einem begehrten Handelsplatz und galt schon bald als gute

Adresse bei den Händlern in der Region.

So sah es auf dem Jahrmarkt oder Bauernkirmis aus !

Das Schulhaus in der Kirchstrasse 3 im Jahr 1883

Die Realschule in der Lindenstrasse 1 um 1900

 

Die Schlossstrasse 1868                                    Die Schlossstrasse 1900

  

Schlossstrasse Nr.7            und            Nr.10 im Jahre 1938/39

  

Links das barocke Rathaus 1703 erbaut und 1900 abgerissen und rechts

das Königliche Postamt mit Packhof von 1919


         


  

Der restaurierte Packhof in der Lindenstrasse 2009

 Der Schlossplatz 1930

Der Schlossplatz 2009

1711

 

Eine über Köpenick führende Postverbindung zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) wird

eingerichtet.

1721 

Die Schloss- und die Grünstraße erhalten ihre erste Pflasterung, die Dächer Ziegel und zur

Sicherheit der Häuser und ihrer Bewohner werden Wassergassen zur Beschaffung von

Löschwasser aus der Spree angelegt.

Mitte des 18. Jahrhunderts

Köpenick hat 653 Einwohnern. Friedrich der Große förderte die Einwanderung und Ansiedlung

geeigneter Arbeitskräfte aus dem Ausland. Im Köpenicker Raum entstanden in diesem

Zusammenhang Müggelheim (1747), Grünau (1749) und Friedrichshagen (1753).

1756-1763

Siebenjähriger Krieg. Im Oktober 1760 wird Köpenick von russischen Truppen besetzt und

ausgeplündert

 

 

1764 Das bettelnde Soldatenweib

 

 

 

 

                                        1784  

Die Stadt zählt 1.495 Einwohner, zu denen noch weitere 221 Einwohner die im Kietz leben hinzukommen.

 

Oktober 1806

Die französischenTruppen stehen vor den Toren der Stadt. Wieder kommen erheblische

Belastungen auf die Stadtkasse zu.

1813

Die Stadt Köpenick hat 1.771 Einwohner.

Beginn des 19.Jahrhunderts

Die in Deutschland einsetzende industrielle Revolution führt auch in Köpenick zu entscheidenen Veränderungen.

Parallel zur fortschreitenden Industralialisierung erfolgte die verkehrsmäßige Erschließung von Köpenick durch

Eisenbahn und Dampferverbindungen.

1826 Erste Eisenbahn Stephensons

1807 Die Clermont von Robert Fulton

Ein Dampfschiff oder auch Dampfer ist ein Schiff, das von einer Dampfmaschine oder einer

Dampfturbine angetrieben wird. Die Dampfmaschine treibt beim Raddampfer zunächst ein oder

mehrere Schaufelräder an, erst ab 1836 setzte sich dann der vom Österreicher Josef Ressel

erfundene Schiffspropeller durch.

1835

Henriette Lustig ist die erste Frau die dazu übergeht , die Wäsche der Kunden bei sich zu Hause zu waschen. Dies ist die Geburtsstunde der Wäschereien.

1842

Der Bahnhof Köpenick der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn wird eröffnet, 1849 folgt derBahnhof in Friedrichshagen.

1855

In Köpenick gibt es bereits 200 kleine und mittlere Wäschereien, deren Zahl weiter Anstieg.

 


1866

Grünau wird an die Görlitzer Bahn angeschlossen.

Bahn-Omnibus Berlin-Grünau

1870

Die ersten mit Petroleum betriebenen Straßenlaternen flammen auf. Die Hauptstraßen erhalten eigene Fußwege und die Wege nach Grünau und Friedrichshagen werden befestigt.


1690 Die alte Ziegelscheune am Müggelsee  etwa in Höhe der heutigen Brauerei

Um 1775 das Dorf Friedrichshagen

Schau dir die Seite um den Müggelsee und Müggelberge an !!


1871

Arbeiter, Handwerker und Gewerbetreibende schließen sich zusammen und gründen einen Arbeiterbildungsverein, aus dem drei Jahre später der sozialdemokratische Wählerverein hervorgeht .Köpenick hat 4.538 Einwohner.

1873

Die Brüder Karl und Wilhelm Spindler errichten auf einem 200 Morgen großen Gelände, dem heutigen Spindlersfeld, die erste Großwäscherei, die "Anstalt zur chemischen Reinigung, Wäscherei und Färberei". Köpenick wird die "Waschküche" Berlins.

1896 Die Wäscherei und Färberei der Gebrüder Spindler

Der Unternehmer Wilhelm Spindler errichtet auf einem etwa 26 Hekta großen Gelände südlich von Köpenick, dem späteren Spindlersfeld, eine “Anstalt zur chemischen Reinigung, Wäscherei und Färberei”. Es entstehen gleichzeitig Wohnhäuser für die Beschäftigten als erste Berliner Arbeitersiedlung.

1919 Die Wäscherei der Gebrüder Spindler

Wohlfahrtseinrichtungen der Gebrüder

Mit ihren Wohlfahrtseinrichtungen für die Mitarbeiter stellte das Unternehmen Spindler eine Ausnahme in der damaligen Zeit dar. Zu den Einrichtungen zählten eine eigene Betriebskrankenkasse, ein Betriebskindergarten, eine Bibliothek und zwei Sparkassen. Des Weiteren standen den Mitarbeitern und ihren Familienangehörigen eine Warm- und eine Flussbadeanstalt sowie sportliche Einrichtungen zur Verfügung. In einem 1890 von Walter Kyllmann errichteten Erholungshaus gab es für sie eine Restauration, in der auch Unterhaltungsabende stattfanden. Die Lehrlinge der Färberei erhielten kostenfreien Chemie Unterricht in der Betriebsberufsschule und die Mitarbeiter bezahlten Sommerurlaub. Am Ufer der Spree ließ Spindler einige Bootsstege und Bootshäuser anlegen, unter anderem auch für den betriebseigenen, 1878 gegründeten Ruderverein. Am Spreeufer im heutigen Mentzelpark wurde sogar eine Haltestelle für die Dampfer der Dampfschifffahrtsgesellschaft Stern errichtet. Auch den alten hölzernen Müggelturm ließ Carl Spindler errichten.

 

1874

Die Köllnische Vortstadt wächst heran.

1875

Köpenick hat 7.113 Einwohner. 

1876

Der Köpenicker Bahnhof wird in einen Vorortbahnhof umgewandelt.

 

1964 Der Bahnhof Köpenick


27. Juni 1880

Die erste Ruderregatta auf dem Langen See in Grünau findet statt.

  

 1898 Sportdenkmal Grünau      1936 Grünau Regattastrecke  

  wurde  von der DDR -Führung 1970 abgerissen

 In Arbeit die weiteren Jahre !!!

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

Nach oben


nPage.de-Seiten: Gilden- und Freemasonsymbole | Bruderschaft Herzberg