Pankow der Bezirk Gestern und Heute

Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

      

 Pankow der Bezirk

Gestern und Heute

                                    

        Bezirkswappen

   um 1900                             seit 2009                      bis 1992 - 

  

 Geschichte

  

     1774 Das Dorf Pankow              1795 Das Dorf Pankow

 

Pankow ist eine slawische Gründung, ein Wendendorf, das auf dem „Pankower Piesel“, einer erhobenen Gegend, entstand. Pankow wurde vermutlich um 1230 gegründet, wobei die erste urkundliche Erwähnung des Ortes im Jahr 1311 nachzuweisen ist. Eine ausführliche Beschreibung Pankows über die Siedler und Besitzverhältnisse ist 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. festgehalten.

             

    

  1800 Das Dorf Pankow mit Kirche

 

Dorfkirche bis 1852            1908 Dorfkirche nach Umbau  

     

  2008 Dorfkirche Pankow

 

   

Alte Friedenskirche bis 1869        Friedenskirche nach Umbau

Im Jahre 1869 wurde die alte Dorfkirche von Niederschönhausen abgerissen, weil sie baufällig war. Feldsteine aus der alten Kirche und aus der Friedhofsmauer wurden für den Neubau verwendet.  Überzähliger Bauschutt wurde zum Zuschütten des neben der Kirche liegenden Dorfteiches verwendet. In den Jahren 1869-1871 wurde das jetzige Kirchgebäude erbaut.  Wegen der Fertigstellung zum Ende des deutsch-französischen Krieges 1871 erhielt die Kirche den Namen  „Friedenskirche“. Der benachbarte Platz, heute Ossietzkyplatz, wurde  “Friedensplatz“ genannt. Am 7. Juli 1871 wurde die Friedenskirche eingeweiht. Seit 1896 ist die Kirchengemeinde Niederschönhausen dann auch eine selbstständige Gemeinde.

     

  Kirchenportal 2008

Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss Schönhausen errichtet. Damit erhielt Pankow eine verstärkte Bedeutung als Residenz des Hauses Hohenzollern

 

   1787  Das Schloss Schoenhausen

 

Die dörfliche Entwicklungsetappe vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert wurde von einem städtischen Aufschwung der Gründerjahre im 19. Jahrhundert abgelöst.

 

Der Bezirk Pankow entstand erst 1920 mit der Bildung der Einheitsgemeinde von Groß-Berlin im Norden der Stadt. Der Bezirk vereinigte die auf dem Barnim gelegenen ehemaligen Dörfer Pankow, Niederschönhausen, Rosenthal, Buchholz, Blankenfelde und Buch. Die heute noch erhaltenen historischen Baustrukturen in den einzelnen Ortsteilen vermitteln einen Eindruck der Entwicklung dieses Raumes.

 

         

     

       Oben links Kirche Berlin-Rosenthal, rechts oben Dorfkirche

        Berlin-Blankenburg, unten links Schlosskirche Buch

        und unten rechts Berlin-Buchholz Dorfkirche.

Das Flüsschen Panke verlieh dem Ort seinen Namen. Der Name Pankow tauchte erstmals 1230 auf, als ein Pfarrer hier ein Stück Land erhielt.

       

Oben die Quelle der Panke und ich kann den Pankeweg zu Fuß 

oder mit dem Rad nur empfehlen !!

       Die Panke war es, die Pankow seinen namen gab. „Panikwa" soll sie irgendwann geheißen haben, was im Slawischen soviel bedeutet wie „Fluß mit Strudeln". Heute ist ihr nicht mehr anzusehen, daß sie 1908, dem Beginn ihrer Regulierung, ein Fluß mit starkem Gefälle war, der für Überschwemmungen sorgte und 1839 sogar das Mühlrad einer Wassermühle im heutigen Bürgerpark fortriß. Schon damals allerdings war das Wasser derartig verschmutzt, daß das Baden häufig verboten wurde.

    

 1837 Papiermuehle Westlich vom ehemaligen Angerdorf Pankow

         

  Ehemalige  Walkmühle an der Badstraße,mit symbolischen Wasserrad einer Mühle

              Der Müller, der nicht nur mit seinem Mahlrecht über große Macht verfügte, sondern auch noch die niedere Gerichtsbarkeit unter sich hatte, konnte das Pankewasser zu Ernte- oder Mahdzwecken ablassen. Im 18. und 19. Jahrhundert begannen manche Müller, Ausschankwirtschaften als Nebenerwerb zu betreiben. Daraus entwickelte sich zum Beispiel an der Badstraße, in direkter Nachbarschaft zu der Gesundbrunnen-Heilquelle, ein volkstümliches Vergnügungsviertel rund um die Panke-Mühle.

 Brunnenhaus  1908

 Für viele handelt es sich um die schönste Stelle der innerstädtischen Panke in Berlin. Alles beginnt hier mit einer Legende, in der die Mühle an der Panke eine Rolle spielt. Um das Jahr 1700 stand hier nur der Vorgängerbau des heutigen Mühlengebäudes, der Rest der Gegend war freies Feld. Der erste König in Preußen, Friedrich I., soll von der Jagd kommend, in der Mühle eingekehrt sein und nach einem Glas Wasser verlangt haben. Gegenüber der Mühle schöpfte die Müllersfrau Wasser aus einer Wiese an der Panke, und dem König schmeckte das Wasser außerordentlich gut. Um 1750 herum wurde das Wasser von Hofapotheker Behm chemisch untersucht. Das Ergebnis führte zur Investition des Apothekers von 22 000 Talern: er baute ein Badehaus mit Nebengebäuden und pflanzte tausende Bäume an. 1760 wurde das Heilbad unter dem Namen „Friedrichs Gesundbrunnen“ eröffnet. Damit erhielt der Ortsteil seinen bis heute bekannten Namen. Dem Heilbad war jedoch kein langes Leben beschieden; 1809 wurde die Anlage unter dem Namen „Luisenbad“ – zu Ehren der beliebten Königin Luise – revitalisiert.

Wo heute die Bücherei am Luisenbad steht, gab es früher einen Brunnen mit einer heilsamen Quelle, deshalb heißt der ganze Kiez heute noch Gesundbrunnen und die Straße Badstraße. Viele Berliner kamen hierher, um in der Quelle zu baden, wenn sie krank waren. Auch die Königin Luise kam im Sommer 1799 mehrmals hierher. Deshalb nannte man das Bad dann später Luisenbad.

1874 wurde hier ein Schwimmbad gebaut, das Marienbad. Außerdem eine Selbstbedienungs-Gaststätte, die "Kafé-Küche". Dort konnten sich Familien den Kaffee selbst aufbrühen und an Tischen im Freien ihre Stullen verzehren, die sie von zuhause mitgebracht hatten. Manchmal wurde dort abends auch Theater gespielt oder getanzt. Den Saal wo das stattfand, kann man heute noch besichtigen- man nennt ihn Puttensaal.

 

 1311 wird der Ort in einer markgräflichen Urkunde erwähnt. Das Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 enthält bereits ausführliche Angaben über Besiedlung und Besitzverhältnisse, die allerdings in den kommenden Jahrhunderten immer wieder wechselten. Geht man heute durch Pankow, lassen sich noch immer zwei Entwicklungsetappen unterscheiden. Zum Einen die dörfliche vom Mittelalter bis hinein ins 19. Jahrhundert zum Anderen der Aufschwung der Gründerjahre im 19. Jahrhundert.

 Vom ersteren zeugen beispielsweise noch die Kirche von Pankow (erbaut aus Feldsteinen um 1230), der Anger und manches Ackerbürgerhaus. Die Bevölkerung nahm erst mit der Siedlungspolitik der preußischen Könige Friedrich I. und II. zu. Schon im 17. Jahrhundert hatte die preußische Königsfamilie das Schloss Schönhausen ausbauen lassen, das noch heute mit seinem großzügigen Schlosspark den Ort prägt. Weitere Parkanlagen wurden im Zuge der sich ausdehnenden Bebauung angelegt, wie der Brosepark, der Bürgerpark, die Schönholzer Heide und der Schlosspark Buch.

   

   1925 Der Brosepark Pankow

          

 Der Bürgerpark Pankow 1908-10

   Der Bürgerpark Pankow heute

   

 

 1915 Das Schloss Buch wurde 1964 abgerissen 

Die Gegend sollte belebt, die Wirtschaft angekurbelt, die preußische Hauptstadt und damit vor allem der Hof sollten versorgt werden. Mit der Ansiedlung von Handwerkern und Bauern aus den angrenzenden Ländern, wie z.B. die Hugenotten in Buchholz, stellte sich ein relativer Aufschwung ein. Das 19. Jahrhundert brachte den Umschwung vom Dorf zur Stadt. Die landschaftlichen Vorzüge des Raumes führten dazu, dass viele Berliner Bürger Niederschönhausen und Pankow als Aufenthaltsorte in den Sommermonaten bevorzugten und sich zum Teil villenartige Sommersitze errichteten. Bankiers, Fabrikanten, Künstler, Zeitungs-verleger und Ärzte fanden hier ihre neue Adresse. Nach und nach entstanden auch zahlreiche Schrebergärten für Arbeiter und ihre Familien.

    

    

   Das Rathaus Pankow      

 1910 besaß Pankow bereits 45 000 Einwohner. Schrittweise vollzog sich Ende des 19. Jahrhunderts auch die industrielle Entwicklung. 1874 richtete die Schultheißbrauerei eine Mälzerei in der Mühlenstraße ein und in Wilhelmsruh entstand 1907 die Bergmann-Elektrizitäts-Werke AG. 1906 verlegte der Fabrikant Garbaty-Rosenthal seine Zigarettenfabrik in die Vorstadt. Sie wurde das größte Industrieunternehmen Pankows. 1898 erwarb die Stadt Berlin das Gut Buch und errichtete hier Heilstätten und Krankenhäuser, die später die Gesamtanlage des städtischen Klinikums Buch bildeten.

Die alte Mälzerei um 1900 oben und 2009 unten.

  

  Hospital und Klinikum Buch

Die verkehrliche Verbindung der einzelnen Ortsteile zur Stadt Berlin Ende entwickelte sich auch in diesem Zeitraum. 1854 rollten zwischen den Orten in regelmäßigen Abständen Pferdeomnibusse und wenig später Pferdebahnen hin und her. 1895 fuhr die erste Elektrische Straßenbahn in der Wollankstraße.

  

    Pferdebahn in Pankow um 1880

                 

Links Triebwagen der Siemensbahn fährt durch die Wollankstrasse und rechts Strassenbahnhof Damerowstrasse 9-123

Der endgültige Anschluss an Berlin 1920 brachte Pankow ein reges Baugeschehen mit einer Vielzahl von sozialen Siedlungsbauten, die neben den aufgelockerten, teilweise villenartigen Baustrukturen der einzelnen Ortsteile das Bild von Pankow wesentlich mitbestimmen.

  

    Villa Adler

   

  2003 Villa Hildebrand (Kavalierhaus)

                  

Die um 1765 im barocken Stil errichtete Villa Hildebrand (Kavalierhaus) ist eines der ältesten Baudenkmale im Zentrum von Pankow. Das siebenachsige Haus mit Krüppelwalmdach und barocker Freitreppe wurde von dem Berliner Schokoladenfabrikanten Hildebrand bis 1939 als Sommerhaus bewohnt und nach dem Krieg als Hort genutzt. 1998 wurde das Gebäude von der Caritas-Krankenhilfe Berlin e.V. erworben und denkmalgerecht saniert.

 

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges stieß die Rote Armee nach Berlin-Pankow zuerst über Heinersdorf vor. Im Bereich der Prenzlauer Promenade/Binzstraße fanden erbitterte Gefechte mit letzten Gruppen des Volkssturms statt, die sich in der Neumannstraße verschanzt hatten. Am 22. April 1945 schlugen die Truppen ihr Quartier in der Binzstraße auf. In Höhe der Trelleborger Straße wurde eine Begräbnisstätte für die gefallenen Sowjetsoldaten errichtet. Die Umbettung der Toten erfolgte mit der Errichtung des Ehrenmals in der Schönholzer Heide.

 Das Sowjetische Ehrenmal in der Schönholzer Heide in Berlin-Pankow wurde von Mai 1947 bis November 1949 errichtet und hat eine Fläche von 30.000 m². Die Schönholzer Heide, im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel, war während des Zweiten Weltkriegs Standort eines großen Zwangsarbeiterlagers. Nach dem Krieg entstand hier im nordwestlichen Teil des Parks zusammen mit den Ehrenmalen im Tiergarten und im Treptower Park das dritte sowjetische Ehrenmal in Berlin.

Eine sowjetische Architektengruppe bestehend aus Konstantin A. Solowjew, M. Belarnzew, W. D. Koroljew und dem Bildhauer Iwan G. Perschudtschew entwarf den Soldatenfriedhof, auf welchem 13.200 der etwa 80.000 bei der Schlacht um Berlin im März/April 1945 gefallenen Soldaten der Roten Armee beigesetzt wurden. Auf einer Mauer rund um das Ehrenmal sind auf 100 Bronzetafeln die Namen, Dienstgrade und Geburtsjahre von einem Fünftel der Opfer, die identifiziert werden konnten, angebracht.

Nach dem 2.Weltkrieg, in der Zeit von 1949 bis 1960, wurde das Schloss Schönhausen Amtssitz des Präsidenten der DDR. Viele Botschaften eröffneten in Pankow zu DDR-Zeiten ihre Residenzen.

     

 Das Waisenhaus der jüdischen Gemeinde

  

 Von 1958-1985 Polnische Botschaft, an 1986 Kubanische Botschaft

 Die Villa des Zigarettenfabrikanten Garbaty , jetzt Botschaft Libanons 2010

In den 60er Jahren wurden in Heinersdorf und vor allem in Buch größere Wohngebiete in Plattenbauweise errichtet.

Nach der Wende war Pankow dann zwischen 1990 und 2001 Ortsteil im Bezirk Pankow und seit 2001 weiterhin ein Ortsteil im nunmehr vergrößerten Bezirk Pankow.

Zum Gästebuch

http://aahh-bernds-berlin.npage.eu/guestbook.html

 

 

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

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