Treptow der Bezirk Gestern und Heute

Denke immer daran , alles was wir hier auf dieser Welt nutzen ist nur geborgt, gehe mit allem entsprechend sorgsam um , damit unsere Nachkommen uns nicht verachten , sondern auch ein glückliches Leben , in einer gesunden Natur und Umwelt erleben können !!!

Sie sollten an die getöteten Rotarmisten erinnern, insbesondere an die etwa 80.000 sowjetischen Soldaten, die bei der Eroberung Berlins gefallen waren.  Der Stadtbezirk Treptow

   Gestern und Heute

     

         Wappen 1875                            1987                               1992          

Geschichte Treptow

1918 Blick von der neuen Abteibrücke Treptow

   2002 Abteibrücke zur Insel der Jugend

Das Gebiet des heutigen Alt-Treptow wurde bereits im 6. oder 7. Jahrhundert von Slawen (Wenden) besiedelt. Der Name bezog sich anfangs wohl auf die Flusserweiterung südlich des Rummelsburger Sees und hatte verschiedene Varianten (Trebow, Trebkow, Trebikow, Trepkow). Im Laufe der Zeit ging die Bezeichnung auf die Fischereisiedlung über. Der Floßgraben, später als Landwehrgraben bezeichnet, heute verläuft dort der Landwehrkanal, bildete die Stadtgrenze von Berlin. Südlich dieses Grabens erstreckte sich die Cöllnische Heide, früher auch Mirica genannt. Markgraf Otto III. von Brandenburg hatte dieses Gebiet entlang der Spree mit allen Rechten und Nutzungen der Bürgerschaft Cölln als vererbbaren Besitz überschrieben. Zum nördlichen Teil, auch Vorderheide oder Birkheide genannt, gehörte auch das heutige Alt-Treptow; der südliche Teil, einschließlich der 1435 vom Johanniterorden erworbenen Spreeheide (auch Hinterheide genannt) dehnte sich bis zum Köpenicker Forst aus, die Grenze bildete das sogenannte Kannefließ. Dieses Gebiet entspricht ungefähr dem heutigen Ortsteil Baumschulenweg. Bei der Vereinigung von Alt-Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin 1709 kam die bis dahin auch als Stadtforst bezeichnete Cöllnische Heide zu Berlin.

 

   

  1909-1911 Rathaus erbaut von Reinhardt & Süßenguth


Vorwerk Treptow

Um 1261 überließ der Ritter Rudolf von Stralau das Vorwerk Treptow, als dessen Vorbesitzer Templer genannt werden und das bis ins 19. Jahrhundert noch als Burgwall bezeichnet wurde, der Stadt Cölln. 1568 findet es sich dort auf einer Kämmereirechnung unter dem Namen Trebow, mit der die Existenz eines Fischerhauses belegt wird. Dieses lag vermutlich an der Mündung des bis heute existierenden Heidekampgrabens und war wahrscheinlich auch der Fischereibetrieb, der ab 1602 von der Stadt Cölln getragen wurde und die dort einen Fischer anstellte. Im 17. Jahrhundert finden sich in den Kämmereirechnungen der Stadt Cölln keine Erwähnungen, sodass zu vermuten ist, dass dieser Betrieb im Zuge des Dreißigjährigen Krieges aufgegeben wurde. 1707 kam es zu einer Neuansiedlung mit Stallung, Scheune und Nebengebäude, dieser Flecken wurde als Vorwerck Trepkow oder Vorwerk Treptow bezeichnet. 1730 war die Ansiedlung schon erweitert um ein Backhaus, ein Brauhaus und eine Windmühle.

 

   

   1835 Panorama Treptow

Auf diesem Areal stand später auch das Gasthaus Zenner. Erweitert um sechs Grundstücke, die 1779 Siedlern zugesprochen wurden, wurde die Ansiedlung als Kolonie Treptow bezeichnet. Die Kolonisten betrieben ebenfalls Ausflugslokale und prägten den geflügelte Wort  „Hier können Familien Kaffee kochen“.

      

 

Bereits 1752 entstanden am damaligen Floßgraben auf der Treptower Seite zwei Lohmühlen (Lutze und Busset) im Gebiet der heutigen Lohmühlenstraße. Diese war damals eher ein ausgetretener Pfad, der sich 1783 erstmals als Kohlhorstweg auf einer Karte eingezeichnet findet, vom Schlesischen Tor nach Rixdorf führend.


Gutsbezirk Treptow

 1808 trug das Gebiet dann die amtliche Bezeichnung Gutsbezirk Treptow. Der Kern war das Vorwerk Treptow, zu dem auch noch ein Gasthaus namens Spreebudike zählte. Dieser ganze Komplex wurde 1817 aufgelöst, dort entstand 1821/1822 das Magistrats-Kaffeehaus Treptow, später dann das heutige Zenner.      

       

       

     

        Oben : Frontansicht Zenner  1938  und Garten an der Spree

   unten: Sonntagnachmittag  1900

Der Standort Zenner war nicht nur das erste Anwesen des Ortes, er hat auch Gastronomiegeschichte geschrieben. Als eines der größten noch existierenden Gartenlockale ist das Gasthaus zugleich die älteste der städtischen Ausflugsstätten. Nur sehr wenige Gasthäuser können auf eine ähnlich vergleichbare Vergangenheit verweisen. Auf historischem Boden erneuerte nach dem Neuaufbau des durch den Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäudes eine der bekanntesten und populärsten gastronomischen Großbetriebe Berlins.

2015 Restaurant Zenner


 

 1823 beschloss der Magistrat von Berlin, als Besitzer der Cöllnischen Heide, die größten Teile derselben abzuholzen. Ausgenommen wurden nur der Schlesische Busch und der Alte Treptower Park. Gewinne aus dem Holzverkauf (99.825 Taler sollen es gewesen sein) und die Aussicht auf Grundstücksspekulation waren wohl ausschlaggebend für den Beschluss. 1840 war die Rodung abgeschlossen, und da in der Folge die privaten Grundstücke auch erschlossen werden mussten, wurden 1842 erstmals Straßen benannt: der Lohmühlen-Weg (heute Lohmühlenstraße), der Bouché-Weg (heute Bouchéstraße), der Kiefholz-Weg (heute Kiefholzstraße), die Elsen-Allee (heute Elsenstraße), die Treptower Allee (heute Puschkinallee), die Park-Allee (heute Bulgarische Straße) und die Neue-Krug-Allee. Der Bereich westlich der Köpenicker Landstraße (heute Am Treptower Park) bis zu den später gelegten Eisenbahngleisen und zwischen Elsen-Allee und Bouché-Weg wurde als Exerzierplatz für die Berliner Garnison der preußischen Armee genutzt.

Wald, Heide und die Spree waren schon seit dem 18. Jahrhundert Anziehungspunkte für Ausflügler aus Berlin. Seit 1864 gab es dann auch Dampfschifffahrten zwischen der Anlegestelle Jannowitzbrücke und Treptow. Das Zenner entwickelte sich zu einem Sammelpunkt der Ausflügler, weitere Kaffee-, Bier- und Gartenlokale kamen hinzu und Treptow wurde zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner.    

   

 

    1896 Das beliebte Ausflugslokal " Das Eierhäuschen "     

  

 

 

     

 

      2008 Das Eierhäuschen ein Anblick voller Trauer !!  

       Warum gehen wir so mit unseren Traditionen um ??   

 Als Wohnort war der Gutsbezirk Treptow jedoch lange Zeit nicht beliebt, da der Untergrund sich nicht zum Bauen eignete. Treptow liegt im Tal der Oberspree und ist Teil des Berliner Urstromtals. Es gab zur damaligen Zeit noch alte vertorfte Spreearme und sumpfigen Boden. Im Herbst und Frühjahr waren große Teile Überschwemmungsgebiet. Straßen und Bahnstrecken wurden deshalb auf Dämmen geführt. Dies änderte sich mit der Rodung der Cöllnischen Heide.

1842 findet sich erstmals die Bezeichnung „Lohmühlenweg“ in einem amtlichen Dokument. Die nach der Abholzung der Cöllnischen Heide entstehenden Grundstücke waren vom Boden her gut für den Pflanzenanbau geeignet, sodass sich entsprechende Betriebe ansiedelten. Um 1875 waren auf dem Gebiet zwischen der heutigen Lohmühlen- und der Elsenstraße, westlich des Exerzierplatzes und der Berlin-Görlitzer Bahnlinie, die in den 1860er-Jahren gebaut wurde, hauptsächlich Gärtnereien angesiedelt. Östlich der Bahnlinie, an der heutigen Jordanstraße, befanden sich die Gebäude der 1850 gegründeten Chemischen Fabrik von Dr. phil. Jordan, dem ersten Industriebetrieb Treptows. Später hatte die Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation (Agfa) dort ihren Sitz.

 

 1859 siedelte sich zwischen der Treptower Chaussee und der Spree, nach Norden hin am Landwehrkanal gelegen, die Fabrik für Landmaschinen von Carl Beermann an. Seine Söhne, die Gebrüder Hermann und Georg Beermann, verlegten 1872 den erweiterten Firmensitz in die Eichenstraße. 1924 wurde die Beermannsche Fabrikationsstätte von der Allgemeinen Berliner Omnibus-Aktien-Gesellschaft (ABOAG) übernommen und für den Bau und die Reparatur von Autobussen genutzt. An diese evangelische Unternehmerfamilie jüdischer Herkunft erinnerte von 1904 bis 1938 die Beermannstraße, die seit 1947 wieder diesen Namen trägt.

Nach 1860 übernahm die Lederfabrik Kampffmeyer (später Firma Dr. M. J. Salomon & Co.) eine der beiden dort vorhandenen Lohmühlen, nämlich die Bussetsche Lohmühle.

Die 1866 als Handwerksbetrieb gegründete Firma Ehrich & Graetz stellte bis 1902 vor allem Petroleumlampen her und entwickelte sich zu einem international gefragten Unternehmen für Gasbeleuchtungstechnik und Gasbrenngeräte.

      

                   

      Graetz-Leuchtenwerk Treptow

Mit ihren Grätz-Laternen trug die Firma maßgeblich zur ersten Berliner Straßenbeleuchtung bei. Von 1907 bis 1962 trug die bedeutendste Einkaufsstraße Alt-Treptows den Namen Graetzstraße, nunmehr erinnert diese an den 1943 hingerichteten Treptower Arbeiter und Widerstandskämpfer Karl Kunger.

 

 Landgemeinde Treptow

 

1907 begann die Fritz Weber und Co. Metallwaren- und Laternenfabrik, als „Laternen-Weber“ bekannt, in der Graetzstraße 68 (heute Karl-Kunger-Straße) mit der Produktion.

 

Am 22. Januar 1876 benannte ein königlicher Erlass den Gutsbezirk Treptow in die Landgemeinde Treptow um, die dem Landrat von Teltow unterstand. Das Gebiet entsprach etwa den heutigen Ortsteilen Treptow, Plänterwald und Baumschulenweg. 1876 bestand die Landgemeinde aus 37 Grundstücken und hatte 567 Einwohner.

Die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen ersten Industrieansiedlungen brachten zusätzliche finanzielle Mittel, sodass Treptow nicht nur vom Ausflugsverkehr profitierte. Zwischen 1876 und 1878 legte Gustav Meyer den Treptower Park an.

          

 1890 Der Karpfenteich im Park                   2010 im Treptower Park        

           

      1919 im Treptower Park

2013 Am Karpfenteich

     Denkmal Gustav Meyer staedt.Gartendirektor im Treptower Park

1878 wurde aufgrund der gestiegenen Popularität der Landgemeinde eine Pferdebahn vom Spittelmarkt bis nach Alt-Treptow eingerichtet.

  

   Die Pferdebahn

  Im Zuge der Vorbereitung der Großen Berliner Gewerbeausstellung 1896 kam es in der Landgemeinde Treptow zu zahlreichen Strukturänderungen und -verbesserungen. Viele Straßen wurden angelegt und befestigt, der öffentliche Nahverkehr wurde ausgebaut.

 

1896 Vignette zur Gewerbeausstellung

 

1895 wurde zwischen Treptow und Stralau, etwas nördlich von der heutigen Insel der Jugend,

    

      1895  Die Abtei

der eingleisige Spreetunnel Stralau gebaut. Er war ein erster Versuch für den Bau einer städtischen Untergrundbahn in Berlin. Der Tunnel hatte eine Länge von 454 Metern, davon verliefen 200 Meter unter der Spree; der tiefste Punkt der Röhre lag 12 Meter unter dem Wasserspiegel. Am 17. Juli 1899 fand eine erste Probefahrt statt, am 18. Dezember wurde der reguläre Betrieb der sogenannten Knüppelbahn aufgenommen. 1931 wurde der Bahnverkehr wegen gefährdeter Verkehrssicherheit eingestellt. Danach durfte der Tunnel noch von Fußgängern benutzt werden, im Zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzraum. Am 26. Februar 1945 wurde er zerstört und geflutet.

   

1901 Tunnelbahn Stralau

      

  1968 Abriss des Tunnels auf der Treptower Seite

Aus Anlass der Gewerbeausstellung wurde auch eine (zunächst nur temporär vorgesehene) Sternwarte gebaut, ausgestattet mit dem bis heute längsten Linsenfernrohr der Welt (21 Meter Länge). Sie wird nach ihrem Mitgründer Friedrich Simon ArchenholdArchenhold-Sternwarte genannt.

     

    

1899 entstand in der Lohmühlenstraße 52 zwischen der Heidelberger Straße und der Isingstraße das Gebäude, in dem sich bis 1945 das Postamt Berlin SO 36 befand. Es war für fast den gesamten Ortsteil Treptow und große Teile von Kreuzberg zuständig und wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Im nördlichen Teil wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Mietshäuser des Wilhelminischen Rings gebaut.

 

  1908 Berlin Busdepot der ABOAG Treptow und die neu entstanden Mietskasernen

Ab 1908 wandelte sich der Exerzierplatz zwischen Elsenstraße und Bouchéstraße in ein Kasernengelände für die Kavallerie-Telegraphen-Schule und das Königlich Preußische Telegraphen-Bataillon Nr. 1.

     

      1915 Tolalansicht der Kaserne des Telegraphen-Bat. Nr.1

 

   

   1914 Telegraphisten beim Feldtelefon Leitungsbau

 

 Zwischen den Weltkriegen

 

Auf dem Kasernengelände, nach dem Ersten Weltkrieg formal dem Polizeipräsidenten von Berlin unterstellt, wurde in den 1920er-Jahren Polizei untergebracht.

1925 wurden ehemalige Hallen der Landmaschinenfabrik der Gebrüder Beermann von der Allgemeinen Berliner Omnibus-Actiengesellschaft (ABOAG) erworben und als Betriebshof für den Omnibusbetrieb verwendet.

1930 Omnibushalle Arena Treptow

Die zu den herausragendsten Ingenieurleistungen der 20er Jahre zählende Halle, deren Stahlskelettkonstruktion die Breite von 70 Metern stützenfrei überspannt, wurde in ihrem Ursprung als Betriebshof der ABOAG (Allgemeine Berliner Omnibus AG) genutzt. Die Fassade des Verwaltungsgebäudes ist mit ca. 40 expressionistischen Backsteinskulpturen geschmückt. 1995 übernahm der Verein Art Kombinat e.V. das zwischenzeitlich funktionslos gewordene Denkmal. Das Ziel, die Gebäude vor dem Verfall zu retten und einen multifunktionalen, subventionsfreien Kulturstandort zu schaffen, wurde durch Fördergelder der EU ermöglicht. Derzeit werden umfangreiche Sanierungs- und Umnutzungskonzepte verwirklicht, deren innovativer Charakter sich in der Verbindung von kultureller Nutzung, Ökologie und Denkmalschutz manifestiert.
 

 

Das Gelände zwischen der Hoffmannstraße und der Spree gegenüber dem S-Bahnhof Treptow diente bis 1926 als Holzlagerplatz der Firma Kempfer und Lucke. In diesem Jahr wechselte es den Besitzer und der AEG-Konzern errichtete dort das Apparatewerk Treptow.

 

    1951 Apparatewerk Treptow

Im Agfa Firmenkomplex verblieben in den 1930er-Jahren noch Agfa-Foto und Verkaufseinrichtungen des I.G.-Farben-Konzerns. Ab 1934 zog dort die Waffenfabrik Treptow der Gustav Genschow und Co. AG ein.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde auf dem Gelände der Kaserne die „Heereswaffenmeisterschule“ der Wehrmacht untergebracht, die hier Waffen und Munition zur Panzerabwehr erprobte.

 

      
   1940 Heereswaffenmeisterschule     

1935 bis 1940 wurde an der Kiefholz- Ecke Lohmühlenstraße ein neuer Fabrikkomplex für das Unternehmen Fritz Weber & Co. errichtet. Weber selbst war Wehrwirtschaftsführer und Mitglied der NSDAP. Es wurden dort von mehr als 2300 Arbeitern und Angestellten Kriegsmaterialien gefertigt. Zwangsarbeiter wurden beschäftigt, die aus den ebenfalls in der Lohmühlenstraße gelegenen Zwangsarbeiterlagern („Ostarbeiterlager Lohmühlenstraße 23/24“ und „Ausländerlager Lohmühlenstraße 55“) rekrutiert wurden.1931 übernahm die Kistenfabrik Reschke den Standort der Dr. M. J. Salomon & Co.

Bis zum Ende der DDR

Im Treptower Park befindet sich das Sowjetische Ehrenmal, das von Juni 1946 bis 1949 erbaut wurde. Die sowjetische Denkmal-Bauverwaltung hatte sich in dem nahen Kasernengelände Am Treptower Park bis 1951 einquartiert. Polizeikräfte waren ebenfalls wieder auf dem Gelände stationiert; nach 1949 die Volkspolizei. 1962 übernahmen die DDR-Grenztruppen die Kaserne.

  

      1957                             1987  Das Sowjetische Ehrenmahl

    

   2003 Das Denkmal während der Sanierung

 

Das Ehrenmahl soll an die getöteten Rotarmisten erinnern, insbesondere an die etwa 80.000 sowjetischen Soldaten, die bei der Eroberung Berlins gefallen waren.

 


1969 VEB Apparate Werke Treptow

Die Gebäude des Apparatewerks Treptow der AEG dienten in der DDR dem Stammbetrieb des Volkseigenen Kombinats Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow (EAW). Im ehemaligen Agfa-Firmenkomplex an der Jordanstraße waren nach der Waffenfabrik Treptow später der VEB Steremat und Abteilungen des Großhandelsbetriebs Sport und Kulturwaren ansässig. Der Rüstungsbetrieb Weber wurde nach 1945 enteignet. In dem Komplex Lohmühlen- Ecke Kiefholzstraße siedelte der Fertigungsbereich 3 des VEB Berliner Werkzeugmaschinenfabrik (BWF) an.

 


 

Am 11. Juni 1962 gelang 55 Ost-Berlinern die Flucht durch einen etwa 75 Meter langen Tunnel, der von einem Lokal an der Heidelberger Ecke Elsenstraße gegraben wurde. Dieser Tunnel wurde im Oktober 2004 bei Bauarbeiten wiederentdeckt.

  

   Flucht im Tunnel

   

    Am 27. März 1962 starb hier Heinz Jercha,

 der durch einen Fluchttunnel 25 Menschen in die Freiheit führte.

   Er selbst musste dabei sein Leben lassen.

 Nach dem Mauerfall

    2007 Der Treptower und oben die Elsenbrücke

1990 wurde das Kasernengelände zwischen Elsenstraße und Bouchéstraße von der Bundeswehr übernommen. In einem Teil der Kaserne wurden Asylsuchende untergebracht.

Die Hallen der ehemaligen Landmaschinenfabrik Gebrüder Beermann dienten noch bis 1993 als Betriebshof für den Omnibusbetrieb, heute dienen sie unter dem Namen Arena Berlin als Ort für Großveranstaltungen.

 

Der Industriekomplex Lohmühlen-/Kiefholzstraße südlich der Lohmühleninsel wurde nach 1990 rekonstruiert und steht unter Denkmalschutz. Dort haben sich Firmen aus dem Kommunikationsdesign-Bereich angesiedelt.

1992 erfolgte die Sanierung des denkmalgeschützten Agfa-Komplexes an der Jordanstraße durch eine private Stiftung.

1994 wurden die letzten russischen Truppen im Treptower Park verabschiedet.

Von 1996 bis 1999 wurden die Gebäude der Kaserne denkmalgerecht saniert, seitdem ist ein Teil des Bundeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes dort untergebracht.

1997 wurde der Ortsteil Plänterwald gebildet. Dafür trat Alt-Treptow mehr als zwei Drittel seines Gebietes an diesen Ortsteil ab.

Ebenfalls in den 1990er-Jahren wurden die „Treptowers“ auf dem ehemaligen Gelände des Apparatewerks Treptow des AEG-Konzerns errichtet, deren höchstes Gebäude mit 17 Stockwerken und 125 Metern Höhe die Traufhöhe der umliegenden Bebauung deutlich übersteigt und damit eine Landmarke in diesem Gebiet darstellt.

 

   Winterbaden in Treptow

   http://www.arena-berlin.de/

  Mir hat der Treptower Park gut gefallen !!!

  Führungen durch Treptow

 

Wussten Sie, dass ...

Treptow die längste und die kürzeste Straße von Berlin hat?

in Treptow das mit 31 Stockwerken höchste Berliner Bürohaus steht?

Treptow mit 17,5 km das längste Stück der Berliner Mauer aufwies?

in Treptow- die Berliner Mauer nicht nur an Land, sondern auch in der Spree stand?

Treptow das längste Linsenfernrohr der Welt besitzt?

In Treptow die älteste Stahlbetonbrücke Deutschlands steht?

Treptow den ersten Motorflugplatz von Deutschland hatte, wo auch der erste erfolgreiche Berliner Motorflug stattfand?

Treptow bis heute das einzige Riesenrad von ganz Berlin steht?

in Treptow der größte Kulturpark der DDR war?.

Treptow der erste U-Bahntunnel gebaut wurde?

Treptow-Köpenick heute jedoch der einzigste Berliner Bezirk ohne U-Bahn ist?

in Treptow-Köpenick 50% aller Berliner Naturschutzgebiete liegen?

Treptow-Köpenick die meisten Fähren und Strandbäder Berlins aufweist?

Treptow-Köpenick anderthalb mal so groß ist, wie die Stadt Paris mit ihren 2,1 Millionen Einwohnern?

Zum Gästebuch

http://aahh-bernds-berlin.npage.eu/guestbook.html

Ich würde mich über alte Bücher, Fotos , Karten ,Ansichtskarten, Bilder und Geschichten über das "Alte Berlin" freuen und denke nicht , dass hat er schon oder das kennt er schon !! Alles ist für mein Hobby "Das Alte Berlin " immer wieder spannend !! Ich hole mir auch das Material ab oder komme für die Transport- oder Versandkosten auf.

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